Hartes Beziehungsdrama, ein Dreiecksgeflecht , indem sich die Personen gegenseitig nicht nur seelisch, sondern nach und nach auch vermehrt körperlich weh tun, wobei die inneren Schmerzen in äusserliche umgewandelt und rausgeschrieen und -prügelt werden. Sie kehren ihr Innerstes nach Aussen und haben am Ende ihr menschliches Aussehen so gut wie verloren, leben aber trotzdem mehr als zuvor.
Vorzugsweise in kalte stahlblaue Farben gehalten, ohne ein einziges warmes Bild - wenn man von dem blutigen Rot einmal absieht -, wobei die Aktionen der Boxer sehr mechanisch wirken und das Ganze durch die oftmals metallische Umgebung noch verstärkt wird.
Während anfangs Parallelen zu FIGHT CLUB erscheinen können, merkt man dann doch mehr die Nähe zu Tsukamotos eigenen Filmen wie TETSUO II - BODY HAMMER, die Körper verändern sich im Laufe der Zeit aufgrund der Geschehnisse, diesmal alles nur weit weniger surreal, sondern recht real, wobei einige Szenen durchaus selbst weh tun.
Dabei wird trotz teilweise furioser Kamera und Schnittstakato sehr viel Zeit für die Personen genommen, und auch die Übersicht nie aus den Augen verloren. Weitere Stärken sind das absolute Aufgehen der Akteure und die allgemein depressive Atmosphäre, wobei allerdings bereits von vornherein wenig Sonnenschein im Leben zu erkennen war.