Aizawa ist Anführer einer linken Gruppierung und sitzt im Gefängnis. Seine Freundin ist zur Zeit Chefin und er schickt seinen Knastfreund zu ihr mit neuen Ordern. Doch einer aus den eigenen Reihen verrät die Gruppierung und er wird in einen Wald gebracht um ihn hinzurichten.
Was von der Story noch halbwegs annehmbar klingt entpuppt sich als absolut belangloser und langweiliger Film. Es geht zwar um eine linke Gruppierung, aber außer durch ein paar Dokumentaraufnahemn am Anfang des Films, wird dies nie wirklich deutlich. Es könnte sich auch um eine Verbrecherbande oder sonst was handeln. Dazu kommt, dass die ersten fünfzigMinuten im Film fast nichts passiert. Man erfährt, dass einer die Gruppe verraten hat, dass der Chef im Kanst gestorben ist und das war es. Der Rest der Zeit wird Komunenleben gezeigt ohne jedoch dem Zuschauer die Charaktere näher zu bringen und es wird rumgefickt. Das sogar nicht zu knapp, denn die Interimschefin treibt es so ziemlich mit jedem männlichen Mitglied der Gruppe und da sie die einzige Frau in dieser ist, sind das viele. Man fragt sich, wie das die Story voran bringt und die Antwort ist genauso banal wie einleuchtend: gar nicht. Selbstzweckhaftere Sexszenen finden sich sonst nur in Pornofilmen. Gut, nach den ersten fünfzig Minuten wird es dann doch etwas interessant. Man merkt, dass die Chefin etwas dem Wahnsinn verfallen ist und keine rationalen Entscheidungen mehr trifft, doch Anstatt ein Katz-und-Maus-Spiel beginnen zu lassen und etwas Spannung aufzubauen, wird dies dem Zuschauer einfach so serviert und filmisch auch akzeptiert. In diesen Szenen beginnt der Film dann auch an Härte zuzulegen, der Punkt, auf den der Splatter- und Gorefreund eigentlich gewartet hat, der aber keinesfalls im Mittelpunkt der Story steht. Ein halb weggeschossener Kopf und eine Off-Kastration später macht sich jedoch auch hier Ernüchterung breit: Die Effekte erinnern an "Bad Taste" und haben Funsplattercharakter, was im krassen Gegensatz zu dem im dokumentarstil gefilmten Film steht und im Kontext einfach nur lächerlich wirkt. Das Ende setzt dann in Sachen Ekel und Brutalität zwar noch mal einen drauf, aber auch das hilft dem Film nicht mehr. Die möchtegern metaphorischen Bilder mit Geisha und Japan-Flagge, vor der es noch einmal hemmungslos getrieben wird, setzen dem ganzen dann die Krone auf und versuchen einen gewissen Kunstanspruch zu vermitteln.
Aus dem Film hätte von der Story her ein sehr gutes Stück über Gruppendynamik und deren Folgen werden können, aber dieses Ziel verfehlt er meilenweit. Stattdessen bekommen wir hier einen pseudokünstlerischen Film vorgesetzt, der am Ende nur durch Schockszenen etwas punktet. Nur einige der Schauspieler und die gute Kameraarbeit, die den Dokumentarstil gut umsetzt gewähren dem Film einen Gnadenpunkt. Versucht und nicht gekonnt und somit
1/10