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„Carnival Of Souls“ (dt. „Tanz der toten Seelen“) von US-Regisseur Herk Harvey ist ein kleiner, feiner Low- bzw. fast schon „No“-Budget-Grusselklassiker, der, Anfang der 1960er bewusst in Schwarz/weiß gedreht, mit einfachsten Mitteln, aber dem richtigen Gespür für das Erzeugen einer surrealen, alptraumhaften Atmosphäre, die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die von unheimlichen Gestalten verfolgt wird und nach und nach aus der Gegenwart zu scheiden scheint. Der Film wurde mit einem nervenzerreißenden Orgel-Soundtrack unterlegt, der die Eigenständigkeit von „Carnival Of Souls“ unterstreicht, aber mit Sicherheit nicht Jedermanns Geschmack sein wird. So langatmig die Dramaturgie und vorhersehbar die Schlusspointe aus heutiger Sicht aus sein mögen, so groß scheint der Einfluss des Films auf Produktionen wie „Die Nacht der lebenden Toten“, „Jacob’s Ladder“, „The Sixth Sense“ etc. gewesen zu sein. Ein tolles Beispiel für maximale Wirkung bei minimalem Budget, das mich in seiner Effektivität positiv an den weitaus bekannteren Klassiker „Bis das Blut gefriert“ erinnert.

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