Ein Rockerbande wird von der Armee beauftragt in Kambodscha einen CIA-Mann aus der Gefangenschaft der Roten Armee zu befreien, doch bevor es ans Eingemachte geht, hat die Bande Zeit sich zu vergnügen und die Maschinen für den Kampfeinsatz aufzurüsten.
Während man bei "Werewolves on wheels", der ebenfalls in der 70s Trash Collection erschienen ist, versucht hat, (Werwolf-)Horror und Bikerfilm zusammenzubasteln, mischte man bei "Verdammt, verkommen, verloren - The Losers" Kriegs- und Bikerfilm. Die Vorstellung der kriegerisch auf ihren Maschinen durch den Dschungel motorradelnden Rocker lässt einen amüsanten Actionstreifen erwarten, aber diese Erwartung kann nicht ganz erfüllt werden, denn wenig erheiternde Handlungsstränge stehen dem Vergnügen im Wege. So werden im sehr langen Mittelteil, bevor es zum Kriegsgeschehen geht, die fünf Rocker einzeln bei ihrer Vergnügungstour durch die Gegend durchleuchtet. So hat einer in einem Minidorf bereits eine Freundin, die er mitzunehmen verspricht, ein anderer hat nen Bordell hochgezogen und prügelt gerne herum und ein weiterer lernt eine Frau kennen und will sie ebenfalls mitnehmen und mit ihr zusammen das Kind, mit dem sie sitzen gelassen wurde (wer der Vater ist, kann man sich gleich denken, denn das Kind hat eine dunkle Hautfarbe und in dem ganzen Film spielt nur ein Quoten-Schwarzer mit). Diese Szenen sollen wohl dazu dienen, die Figuren den Zuschauer in Herz schließen zu lassen, doch das funktioniert auf Grund der platten Charakterzeichnung und der nach wie vor unsympatischen Figuren nicht und so ist dem Betrachter das Ableben der Rocker, denn nicht alle werden am Ende des Filmes lebendig zugegen sein, recht gleichgültig.
Aber auch die Actionszenen, zu denen es erst im letzten Drittel kommt, können nicht wirklich überzeugen. Im ersten Moment sind die mit Waffen und Schutzschilden aufgerüsteten Motorräder interessant anzuschauen und das A-Team wäre sicherlich neidisch auf die Umbauten, aber schnell stellt sich Monotonie ein, denn außer Rumballern und dem ein oder anderen Stunt gibts hier nicht viel Abwechslung zu begutachten.
Umsetzungstechnisch wird ebenfalls nicht geglänzt, denn dass es sich hier um einen Schnellschuss handelt, ist nicht zu übersehen. Kamera und Schnitt bieten keine Überraschungen und wenn man als filmerisches Highlight am Ende des Films eine Zeitlupenszene in Erinnerung hat, in der einem Biertrinker die Faust in den Schwabbelbauch gedonnert wird, dann ist das sicherlich kein gutes Zeichen.
Insgesamt kommen weder Action- noch Trashfreunde voll auf ihre Kosten, denn die Actionszenen lassen sich an einer Hand abzählen und außer der abgedrehten Idee, Motorradrocker in den Dschungelkrieg zu schicken, gibt es wenig "Mülliges", was für Erheiterung sorgt.