"Buffalo Girls" aus dem Jahre 1995 ist die entsprechend dem historischen Hintergrund als Western angelegte (Fernsehfilm-) Biographie der treffsicheren und auch rhetorisch nicht grad zartbesaiteten Revolverheldin Calamity Jane ( 1850 - 1903 ).
TV - Regisseur Rod Hardy ( "20.000 Meilen unter dem Meer", "Die fliegenden Ärzte" ) präsentiert seine dreistündige Westernbiographie, basierend auf den dokumentierten Briefen Jane's an ihre Tochter, als ruhige, melancholische Erzählung über das Leben der schießfreudigen und v.a. nach außen hartgesotten auftretenden Cowboy-Lady, schweift über die majestätische Landschaft der Wildnis und Natur der Rocky Mountains, etabliert eine Schar von Freunden und Bekannten um die Protagonsitin, verknüpft persönliche Geschichten um Freundschaft und Liebe und hin und wieder fast desillusionierte Romantik in sein Werk, lockert das ganze durch augenzwinkernde Charaktere und ihre hinreißenden Sub-Storylines ( wie die Biber-Fänger, die letztlich zwei der Tiere in die Freiheit entlassen ) wieder auf, und verpackt groß konzipiert die Komponente um Jane, ihre Tochter und die Adoptiveltern in einen gelungenen Besuch des Londons vor der Jahrhundertwende.
Dabei können die Filmemacher neben dem guten Drehbuch und der passenden sehenswert-gemächlichen Inszenierung auf eine hervorragende Ausstattung, passende Musik und eine tolle Besetzung um Anjelica Huston ( "Der steinerne Garten", "Crossing Guard" ), Melanie Griffith ( "Another Day in Paradise", "Die Waffen der Frauen" ), Gabriel Byrne ( "Cool World", "End of Days" ), Peter Coyote ( "Patch Adams", "Die letzten Amerikaner" ) und viele gut gecastete Nebenrollen setzen.
Insgesamt ist "Buffalo Girls" eine nur anfangs mit Action aufwartende, gelungene, ruhig-melancholische, manchmal traurige, aber letztlich auf Hoffnung setzende, nahezu besinnliche Westernbiographie mit einigen Längen, überzeugend gespielt und gedreht und daher sehr empfehlenswert.