6
kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 14.10.2010 Weniger gibt das Thema "Holmes" Guy Ritchie neue Impulse als vielmehr umgekehrt, denn die deduktive Vorgehensweise des altehrwürdigen Detektivs ist in Ritchies Welt keineswegs eine fremde Variable. Umgekehrt lüftet Ritchie die staubigen Melonen kräftig durch und macht einen flotten Unterhaltungsfilm draus, bei dem selbst Jude Law sich mal als richtige Partybombe entlarvt. Die Schnitzeljagd durch das viktorianische London ist leider alles in allem etwas zu lang und im Verlauf seiner Geschichte zu gewöhnlich geworden, eine Steigerung gegenüber dem ähnlich redundanten, aber langweiligeren "Rock n Rolla" ist es aber durchaus. *weitere Informationen: siehe Profil
4
Der berühmte Meisterkriminalist als tumber Actionheld? Nun, ganz so dicke kommt es nicht, aber: Robert Downey Jr. mag als Iron Man annehmbar sein, doch als Sherlock Holmes ist er nur ein überheblicher, nonstop plappernder Schwätzer, der sich gerne auch mal in einer Prügelei die Hände schmutzig macht. Mit dem klug kombinierenden und würdevollen Detektivgenie aus den Romanen hat die zeitgemäß draufgängerische Interpretation bisweilen nicht mehr viel gemein. Die kecke Gespielin und Jude Law als brauchbarer Dr. Watson können für den blassen 08/15-Schurken entschädigen; Den langweiligen Fall können sie jedoch nicht aufwerten. So bleibt unterm Strich mal wieder ein aufgemotzter Kostümfilm, bei dem die epochenbedingte Eleganz nur vorgetäuscht ist und man es mit der historischen Akkuratheit nicht so genau nimmt. Der fest eingeplante Erfolg erklärt die zum Schluss plump eingefädelte Fortsetzung.
7
Gegen den Strich gebürstet... Dem Kenner der Materie wird zunächst einmal auffallen, dass Ritchie seine Hauptfigur atypisch besetzt hat, der kongeniale, gereifte Downey Jr. dankt es mit munterer Spielleidenschaft. Die Story - hanebüchen - aber was soll´s, immerhin erklärt sich am Ende alles ganz logisch und höchst traditionell, das ironisiert ein wenig die im Moment so boomenden Mystery-Thriller, die anstelle der Logik allzu oft den deus ex machina bemühen. Was bietet dieser Streifen nun? Launige Hauptdarsteller, die sich nicht allzu ernst nehmen in einem "Buddy-movie" der etwas anderen Art und einen Holmes, den Ritchie, was wohl den meisten Zuschauern einfach entgehen wird, ganz folgerichtig als Asperger-Autisten angelegt hat - er kennt also seinen Conan-Doyle! Nachtrag: Wer´s klassischer mag, der solle sich der BBC-Serie mit dem kongenialen, einzig wahren Holmes-Darsteller Jeremy Brett zuwenden - dies ist eine nachdrückliche Empfehlung!
2
Mit großen Erwartungen bin ich ins Kino gegangen. Und wurde, wie so oft, auf ganzer Linie enttäuscht. Ich als Fan von Sherlock Holmes empfinde diesen Film als Vergewaltigung einer literarischen Figur. Die Besetzung von Robert Downey Jr., als Sherlock Holmes, ist eine glatte 6! Mir ist keine Geschichte bekannt, in der sich Sherlock Holmes in einer Arena prügelt, wie ein Straßen Penner, oder einen Hund hat. Auch ist mir nicht bekannt, dass Irene Adler eine Geliebte von Holmes war. Jude Law als Dr. Watson ist auch nicht viel besser. Der einzige Lichtblick war Mark Strong als Lord Blackwood! Auf mich machte der Film den Eindruck, dass er nur gedreht wurde, um als Abschreibungsobjekt herzuhalten und um Professor Moriarty in die Geschichte einzuführen. Sir Arthur Ignatius Conan Doyle würde sich im Grabe umdrehen, wenn er das noch erleben könnte. 2/10
7
Gute Verfilmung des Meisterdetektivs. Downey Jr. und Law spielen das wirklich perfekt vor einer sehr geilen Kulisse. Die Story ist spannend, die Atmosphäre in Ordnung. Holmes & Watson geben sich oft wirklich witzige Dialoge. Guy Ritchie hat nach 1-2 schlechteren Filmen mal wieder einen unterhaltsamen Thriller gemacht, unbedingt schauen! 7/10 Punkte