Mein lieber Scholli, „Die Rache der Eierköpfe“ ist der geballte 80er-Jahre-Albernheits-Overkill. So zumindest über weite Strecken, wenn die Nerds alias „Eierköpfe“, zwei etwas unbeholfene „Streber“ mit peinlicher Lache, auf weitere Freaks und deren Pendant, die Football-Spieler, treffen und der Film ein Brachialhumor-Feuerwerk abschießt, das irgendwo zwischen Trash und Satire anzusiedeln ist. Der US-Film erschien 1984 unter der Regie von Jeff Kanew und ist unverkennbar ein Kind seiner Zeit. Nach und nach wird der Trash-Anteil zurückgefahren und die eigentliche Geschichte, die Behauptung der Nerds und Freaks gegen die durchtrainierten Typen, erzählt. Diese bricht natürlich eine Lanze für die „Scheißer“, wie sie im Film abwertend von ihren Gegnern genannt werden, lässt diese sogar zu erotischen Erlebnissen samt einiger Freizügigkeiten kommen, verfällt aber auch gerne mal in kitschige Gefilde und sogar eine Gesangs- und Tanzeinlage der „Scheißer“. Das tut dem Unterhaltungswert aber kaum einen Abbruch, denn „Die Rache der Eierköpfe“ ist eine absolut kultverdächtige Mixtur und so dermaßen 80er, dass der Charme des Films jeden ergreifen dürfte, der diese Zeit selbst bewusst miterlebt hat.