Review

Der grüne toxische Schleim ätzt und blubbert weiter...

Wurde im ersten Teil noch die wilde Punker-Pogo-Sause gefeiert, so lädt Troma nun zur Beach Party auf dem Campusgelände ein. Überall Bikini Girls soweit das Auge reicht nebst einer wahren Invasion an Behämmerten, um den Sommer Neu-Verblödistan niemals enden zu lassen... Ein nuklear verseuchtes Rieseneichhörnchen trampelt wie Godzilla alles platt, Bauchnäbel können sprechen und eine neue Superrasse soll in dem Chaos auch noch gezüchtet werden...

Eines gleich vorneweg: Das irre Tempo aus Teil eins wurde gottlobend beibehalten, der ausufernde Spaßfaktor ebenfalls. Das Drehbuch wurde wohl mit dem Vorschlaghammer bearbeitet, denn statt einer normalen Story gibt es nichts als eine Nummernrevue aus wüsten Gags, leichtbekleideten Frauen, Schleimgekotze und einer Freakshow an Darstellern, bei der der eine den anderen mühelos übertrifft.

Für einen Troma überdurchschnittlich solide und aufwändig inszeniert, kann man wie schon beim Original fast vom Prototypen des modernen Trashfilms sprechen: Geschmacklos, niemals Bierernst, gekonnt behämmert und eine Darstellerriege, der man den Spaß förmlich anmerkt. Lisa Gaye hat die irrste Turmfrisur seit Marge Simpson und ihre Sonnenbrille ist nicht von dieser Welt. Dazu gibt es eine fast schon liebevolle Verbeugung vor FX-Urgestein Ray Harryhausen - ob sich dieser in Angesicht dieses Anti-Mainstream-Werks wirklich gefreut haben mag, steht auf einem anderen Blatt...

Ansonsten regiert wieder Chaos pur in Tromaville. Am Ende wird das AKW mit Waffengewalt gestürmt, doch das rettet die Gehirnzellen noch lange nicht. Drei weitere Fortsetzungen folgten. Und die Welt retten, wenn der Verstand als erstes flöten geht? "Class of Nuke´em High 2" ist die perfekte Antwort darauf!

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