Review

Geisterschlösser beziehungsweise Geisterhäuser gehören zur Horrorliteratur wie Vampire, Werwölfe und andere Gestalten aus der Unterwelt. Auch an Hollywood ist dieses Thema nicht vorbeigegangen, so gibt es haufenweise Verfilmung über spukende Villen, lebende Häuser und eingenistete Poltergeister. Die neueste und modernste Verfilmung aus dieser Sparte nennt sich schlicht „Das Geisterschloss“ und ist ein Remake des 63er Klassikers „Bis das Blut gefriert“. Fairerweise muss ich erwähnen, dass ich nichts über das Original weiß und es auch nie gesehen hab. Aufgrund dessen kann ich keinen Vergleich beider Filme darstellen.

Die Story lässt sich kurz gesagt in wenigen Worten zusammenfassen, und das tut dem Film nicht gut, man hat oftmals das Gefühl die eigentlich Geschichte sei nur Vorwand um in diesem Schloss seine Effekthascherei ausleben zu können. Die Grundidee von Geisterschlössern ist zwar an sich spannend, wurde aber zum Beispiel bei „Haunted“ mit mehr Liebe zur Story verwirklicht. Die vorhin erwähnten Effekte sind allerdings mehr als erhaben: Geister die sich durch Vorhänge schlängeln, zum Leben erweckte Statuen und formbare Wände sind nur einige der vielen Effekte, die sich die CGI Magier haben einfallen lassen, allerdings sei auch hier zu erwähnen, dass viele davon einfach zu Übertrieben wirken und dem Gesamtbild schaden.

Ein weiterer Kritikpunkt war für mich die Besetzung, zwar sind Catherine Zeta-Jones, Liam Neeson und Owen Wilson tolle Schauspieler, allerdings hab ich mich gefragt was sie in diesem Streifen zu suchen haben, grade Liam Neeson kann hier sein Potenzial nicht mal annährend ausleben. Catherine Zeta-Jones als zickige, laszive und verwöhnte Modetussi war auch keine wirklich gelungene Wahl, zum einen passt die Rolle nicht zu ihr, zum anderen war der Charakter auch viel zu flach. Grundlegend kann man sagen, dass die Charaktere alle etwas stumpf und unbedeutend wirkten. Darunter litten vor allem die schwachen Dialoge. Alleine Lili Taylor konnte etwas überzeugen, auch wenn ihr Charakter auch eher wie eine inhaltslose Luftblase wirkte. Schade drum.

Positiv hat mich die Filmmusik überrascht, atmosphärische Melodien und gekonnt eingesetzte Soundeffekte geben dem Film ein nettes Ambiente. Auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sie intensiver für Schockmomente eingesetzt werden sollte. Zu denen kann man auch leider nur sagen, dass sie ihre Wirkung verfehlen. Der Grund dafür liegt einfach darin, dass sie schon vorher irgendwie angekündigt werden oder nach einem vorhersehbaren Muster ablaufen.

Fazit: ein unbedeutender Hollywood Effekt Streifen, der viele Mängel in der Umsetzung und in der Story hinterlässt und daher einfach nicht überzeugen kann. Einmal gesehen, gleich wieder vergessen. 5/10 Pts

Details