Eine kleine Gruppe begibt sich zur Untersuchung von Schlafstörungen in das sogenannte Hill House. Was sie nicht wissen: in Wirklichkeit sollen Angstzustände erforscht werden. Es ist jedoch schnell klar, dass nicht die Geschichten des Psychologen (gespielt von Liam Neeson) einige Gruppenmitglieder an den Rand des Wahnsinns treiben, sondern die Tatsache, dass es im Hill House spukt.
Jan de Bont, der bislang nur mit Speed wirklich bewies, dass er was draufhat, versucht sich hier im Grusel-Genre. Stellenweise verspürt man tatsächlich eine gewisse Spannung, die allerdings sowohl durch die vielen übertriebenen und aufgesetzt wirkenden Effekt-Spielereien und den vielen Fehlern in der Handlung bis zum Ende hin alles von ihrer Wirkung einbüßt. Statt dem Film zu folgen, fragt man sich mittendrin, warum beispielsweise die zwei Personen der Gruppe, die nach der anfänglichen Verletzung mit den Klavier ins nächste Krankenhaus wollen, im kompletten Rest des Film nicht mal mehr mit einem Satz erwähnt werden. Besonderen Gefallen findet der geneigte Zuschauer auch an der Szene, in der eine Person mit einem Wagen gegen den Metalltor fährt, der Wagen kurz vor dem hochgehen scheint und sie sich noch im scheinbar letzten Moment retten kann. Allerdings explodiert der Wagen dann doch nicht.
Richtig verwirrend war dann noch die Aussage des Psychologen, er habe sich die ganze Geschichte nur ausgedacht... Ähem ? Soll das der mysteriöse Hintergrund sein? Hätte er sich zum Schluss als Bösewicht oder als Reinkarnation des ehemaligen Hausbesitzers herausgestellt..., aber so ?!?
Was bleibt sind unglaublich viele Klischees wie weinende Barockkinder oder die Haushälterin, die die Besucher mehrfach vor einer Nacht im Hill House warnt, und viele Effekte, die meistens so überflüssig wirken wie Rosinen in einem Schokoladenkuchen.
Auch wenn es scheint, der Film wäre extrem schlecht, so sei hier explizit gesagt: er ist es nicht. Er ist nicht besonders gut, doch sowohl die Effekte wie auch die Darsteller geben ihr bestes. Und genau das ist es was "Das Geisterschloss" zu guter Letzt doch noch interessant macht, obwohl weder die Schockeffekte wirken, noch Spannung oder blutige Special Effects geboten werden.
Über das Ende werde ich mich an dieser Stelle nicht auslassen. Nur so viel: Es soll ein Alternativende geben, das dem Studio nicht gefiel. Allerdings bin ich der Auffassung , dass es nicht schlechter als das jetzige sein kann!
Liam Neeson schlechtester Film ist es dank Star Wars: The Phantom Menace übrigens auch nicht.