Der gängigen Zombie-Apocalypse Innovation zu verleihen, scheint gar nicht so einfach und obgleich Autor und Regisseur Sean Cain um kleinere Neuerungen bemüht ist, - es will weder Weihnachtsstimmung aufkommen, noch zündet das Beziehungsdrama, denn das ist letztlich ein Terrain, welches Genrefreunde eher ausgeklammert haben möchten.
Es ist eine Woche vor Weihnachten, als die Cops Frank und Nash mitten in eine Zombie-Epidemie in einem Vorort von L.A. schlittern. Sie verbarrikadieren sich in der Wohnung von Frank und Ehefrau Sarah, welche gerade eine Beziehungskrise durchleben. Doch mit dem Auftauchen weiterer Überlebender ist die Gefahr noch längst nicht gebannt...
Etwas weihnachtlicher hätte es tatsächlich zugehen dürfen, um dem Titel einigermaßen gerecht zu werden, denn das sonnige Los Angeles mit einer Handvoll Dekorationen und kurzen Einlagen mit Zombies in Weihnachtsmannkostümen schüren beileibe keine festliche Stimmung. Auch der Score beinhaltet nicht eine traditionelle Melodie, obgleich Griegs "Peer Gynt" kurzfristig ein wenig Stil einfließen lässt.
Die Figuren sind immerhin passabel gezeichnet und auch die Mimen liefern für eine Indie-Produktion solide Kost ab, nur sind die Schwerpunkte über weite Teile ungünstig gewichtet, da die Dreierkonstellation nur bedingt berührt und allenfalls sporadische Zombieangriffe zu verzeichnen sind. Folgerichtig fällt die Action nicht allzu üppig aus, denn trotz eines temporeichen Einstieges verflacht die Handlung zwischenzeitlich und es wird deutlich zuviel geredet.
Die Masken der Zombies gehen halbwegs in Ordnung, nur die Klüsen sehen zu sehr nach preiswerten Kontaktlinsen aus. Ein paar Gewalteinlagen sind indes zu verzeichnen und Effekte wie abgetrennter Kopf und angedeutete Fressszenen gehen in Ordnung, nur auf die blutigen CGI-Einschüsse hätte man etwas besser achten sollen, da diese oft mies platziert sind und fast schon Schmunzler erzeugen.
Von jenen hätte es ebenfalls einige bedurft, denn Zombies an Weihnachten schreien förmlich danach, makabere oder zynische Momente einzubetten, doch diesbezüglich fehlte Sean Cain augenscheinlich die Kreativität.
Und so ballern und knüppeln sich zwei Cops durch austauschbare Kulissen, spannend wird es dabei nur selten und man merkt der Produktion sein niedriges Budget auf vielen Ebenen an.
Keine komplette Gurke, jedoch im Hinblick auf die brauchbare Grundidee ein eher enttäuschendes Ergebnis.
4 von 10