Review

Die Rasenmähernazis

Wer tief genug in Foren wurstelt, auf der Suche nach dem nächsten Trashvollschrott, wird auch irgendwann fündig für den kurzen aber derbe - hirnlosen Spass in Form eines Amateurkurzfilmes.

Der Leuchturm der Leidenschaft ist dabei Trash Hoch 10, der Angriff der Fäkalkalauer meets Ostfriesenotto und Naziklischees.

Wenn 3 Hampelmänner, der Grösse angeordnet im Gleichschritt den deutschen 'R'asen mähen und dazu irgendwas vor sich herträllern ist das perfekte Bild der deutschen Utopie des dritten Reichs schon fast perfekt. Da fehlt nur noch der weisse Jägerzaun, die stramme Eiche und die Hainbuchenhecke vor dem Klappladenhaus um den Lacher perfekt zu machen, aber zum Glück gibts dort den Rudelsvater, Glatzmann höchstpersönlich, der das rollende R schlichtweg neu erfunden hat.

Zwischen Harmonie und freiwillig komischen Kalauern in Form von Überspitzung der Naziklischees liegt der Humor, wobei das Niveau dabei immer weiter sinkt. Von einer wahren Story ist dieser knapp viertelstündige Kurzfilm weit entfernt, hier liegt der Fokus auf den Lachern, die aber wie immer bei deutschen Produktionen dieser Art in Duftnoten, platten Klischees und Fürzen versinkt. Wenn die Mannen am Tisch im Takt Suppe löffeln, der Führer vor lauter Bohnen die Metanmaschine anschmeisst und vor lauter Blähungen sich nicht halten kann, wird das freilich nicht jedermanns Geschmack sein, für den kurzen Lacher zwischendurch, um kopfschüttelnd und an die Stirnfassend den Quatsch da zu begutachten, reicht das aber allemal.

Die Choose wird aber erst dann richtig dämlich - trashigst wenn die olle hippelige Nazibande in den Leuchtturm reist, wo die recht männlich wirkende Dame sie zum Schniedelkampf begrüsst. Sinn dahinter gibts nicht, die 3 Hampelmänner sehnen sich freilich nur nach Rasenmähen, während die lüsterne Leuchtturmdame weiterhin die Fürze und Klischeekalauer kommandiert. Das Ende wird dann nochmal recht Splatstickmässig erheiternd, wird sich in oller Freddy vs. Jason Manier massakriert. Natürlich hat der Splatter bloss den Charme eines H3 - Halloween Hostel, passt sich aber gut in dieses Comicartige ein.

Fazit:
Kleiner, gehaltloser, reichlich doofer Trash mit Nazihampelmännern. Der Humor ist trocken, die überspitzten Klischees platt und der Sinn dahinter recht winzig. Für den kurzen Lacher zwischendrin ist das mal ganz gelungen, wirklich bahnbrechend sieht aber anders aus. Volltrash, Kalauer ohne Sinn. Den anspruchslosen Trashfan auf der Suche nach Appetizern wirds freuen. Halbwegs zumindest.

52%

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