Review

Wow !!! Ich bin grade aus der CURE-Achterbahn ausgestiegen und muß glaub ich erstmal drüber reden ... aber eins nach dem anderen ...

zur Handlung :
Ein Polizist betritt den Schauplatz eines blutigen Mordes, wobei dem Opfer der Schädel eingeschlagen wurde und (für den weiteren Verlauf sehr wichtig) die Halsschlagadern in X - Form aufgeschlitzt worden sind. Da der Täter allerdings 1. seine Klamotten mit Paß am Tatort zurücklässt und 2. gleich ums Eck nackt in einem Schacht hockt, ist es der Polizei ein leichtes ihn festzunehmen. Der Täter ist sich seiner Tat voll bewusst, Schuldgefühle oder ein Motiv sind jedoch unauffindbar.
Morde dieser Art, welche sich besonders durch die X -förmige Schnittverletzung am Hals auszeichnen, treten derweilen gehäuft in der Stadt auf. Immer sind die Täter unbescholtene Bürger aus guten Verhältnissen ohne Motiv für ihre Tat.
Zur gleichen Zeit tappt ein Mann ohne Orientierung und Gedächtnis am Strand herum und findet schließlich Unterkunft bei einem Fremden. Es stellt sich heraus, dass das Gedächtnis des Mannes nicht einmal die Kapazität weniger Sekunden aufweist, er vergisst also alles erlebte scheinbar sofort wieder.
Als kurze Zeit später der Fremde, der dem Mann ohne Gedächtnis Unterschlupf gab, von der Polizei wegen Mord an seiner Frau verhaftet wird, fügen sich die Teile des Puzzles langsam zusammen.
Jeder, der mit dem Gedächtnislosen in Kontakt kommt, wird von diesem auf eine unerklärliche Weise dazu gebracht, einen Mord zu begehen ...
Ist der Typ ein Medium ...?

CURE erzählt seine Geschichte mit einer Ruhe eines Kitano- und (besonders gegen Ende) der Verwirrtheit eines David Lynch-Films.
Die Darsteller agieren alle sehr gut, Gewalt gibts auch, welche aber besonders durch ihre Willkür drastisch wirken. Die Intensität der Bluteffekt wird durch die ruhige Erzählweise noch verstärkt (der Film lief um 20.45 auf ARTE, wofür er eindeutig zu brutal ist).

Besonders stilistisch ist CURE aber hervorragend gemacht. Statische Beobachtungen werden gen Ende von harten Schnitten abgelöst, welche manche Szene regelrecht abbrechen lassen und einen surrealen Effekt erzeugen. Unterstützt wird dies von sehr atmosphärischer Hintergrundmusik. Besonders am Schluss vermengen sich Realität und Illusion für den Zuschauer zu einem fast nicht mehr entwirrbaren Brei, wodurch der Film zur unberechenbaren Bestie mutiert.

Einziger Kritikpunkt :
Das Ende fällt für meinen Geschmack ein bisschen zu unspektakulär aus und kommt außerdem sehr überraschend.

Meiner Meinung nach ein absoluter Augenschmaus !!! Superdüstere Atmosphäre, die auf die Psyche schlägt !!! Einer der wenigen Filme, die mir echt Angst eingejagt haben ....

Für Leute, denen THE RING zu kommerziell geworden ist, ist der Film mehr als nur eine Alternative !!!

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