Die drei zusammengewürfelten Polizisten Cong [ Max Mok ], Yong [ Peter Yung ] und Ming [ Ben Ng ] sollen die einzige Zeugin in einem Zigarettenschmuggelprozess bewachen, Ling Peidan [ Diana Pang ]. Das ist auch dringend nötigt, schickt der Angeklagte Wu Tiankun doch einen Killer [ Elvis Tsui Kam Kong ] los.
Mittelprächtige Actionkomödie von Wilson Tong, die ausser einigen recht abstrusen Situationen keinerlei Besonderheiten aufweist und auch von der Inszenierung her durchschnittlich bleibt. Ein gewisser Unterhaltungsfaktor ist zwar vorhanden, dass liegt aber mehr am gut zusammenspielenden Team der drei Cops und an den relativ häufigen Locationwechseln als an einem ausgefeilten Drehbuch. Dieses erzählt zwar eine ernste Geschichte und präsentiert diese über einen Grossteil auch in angemessenen Bildern, wirft aber zwischendurch immer einige kleine Szenen mit ein, die einfach zu inplausibel und unsinnig sind, und somit den Film fast komplett in eine realitätsferne Komödie umwandeln. Dazu wiederum passt der Bodycount nicht, wirklich spannend wird das Geschehen angesichts der teilweisen Unernsthaftigkeit natürlich auch nicht, hierbei hätte man sich wirklich für einen einheitlichen Weg entscheiden sollen.
Zuerst werden die drei Cops vorgestellt: Cong und Yong sind bereits Partner und erledigen während eines Einkaufsbummels für Yong's Freundin erstmal auftauchende Juwelenräuber; Ming schnappt zur gleichen Zeit einen Handtaschendieb. Für die Rund um die Uhr - Bewachung der sehr sorglosen Ling Peidan, die zuvor im Dienste von Wu Tiankun gestanden hat, werden die drei abkommandiert und verstehen sich auch auf Anhieb sehr gut; ihre ersten Aktionen beschränken sich aber auf Besorgung von Monatsbinden und anderen Frauenartikeln für ihren quengelnden Schützling. Dabei ist Diana Pang augenscheinlich sowieso mehr wegen ihrer optischen Vorzüge gecastet worden und spielt diese auch komplett aus. Sei es eine an Basic Instinct angelehnte Szene im Verhörraum, wo sie mehrmals die Beine übereinander schlägt, eine laszive Tanzeinlage unter Hypnose oder dass sie einfach nur mit der Zunge die Sosse vom Teller leckt; wegen rein schauspielerischen Qualitäten ist die Dame jedenfalls nicht in der semiprominenten Besetzungsliste dabei.
Eine weitere offensichtliche Hommage wird an Leon - Der Profi verteilt; der Killer läuft in demselben Outfit und anfangs sogar auch mit der Topfpflanze herum, und wirkt schon allein dadurch natürlich nicht bedrohlich, da kann er noch so viele Leute ausschalten, Anschläge verüben und Geiseln nehmen. Nachdem er mit der Panzerfaust, dem Schalldämpfer und einer Entführung von Yong's Freundin keinen Erfolg hatte, greift er zum Schluss durch ein motorenbetriebenes Fluggerät aus der Luft an und zerlegt durch Granatenabwurf eine halbe Fahrzeugkolonne, Action gibts also eigentlich auch genug. Diese ist zwar nicht sonderlich aufregend präsentiert, macht den Film aber relativ zügig und hat zumindest einige gelungene Einstellungen, auf die sich aber nicht wirklich konzentriert wird. Zweimal wird aus einem explodierenden Gebäude gesprungen, Martial Arts findet ganz kurz in einer Bar statt und wird dann nicht weiter verfolgt, die Shootouts sind rar und relativ unblutig, Category 2A eben. Auch hierbei werden wieder einige Ungereimtheiten aufgezeigt, so wehrt eine geworfene Eisenkugel einen Pistolenschuss ab oder während der Flucht des Killers setzt dieser sich einfach an den Strassenrand und mimt einen Musikanten, was soll das ?
Derartige Szenen sind weder witzig noch bringen dem Film sonst in irgendeiner Art und Weise etwas; es dauert durch die „Qualität“ der Gags und dem ansonsten wenig pointierten Geschehen sowieso eine Weile, bis man erkennt, dass der Film sich selber nicht so ernst nimmt. Die Chungking Express Parodie mit Bobby Yip bekommt auch nur der mit, der die Vorlage überhaupt erkennt, alle anderen haben nur eine weitere belanglose Szene gesehen.
Lo Lieh läuft übrigens anfangs auch 2x durchs Bild, hat aber mit dem Rest des Filmes nicht zu tun.
Muss man ganz bestimmt nicht sehen.