Review

Er wollte doch nur spielen…

„White Tiger“ ist eine klassische, grau-in-graue, betonfarbene Gary Daniels-Klopper- und Schiesserei, wo der Londoner C-Movie-Vorzeigeprügelknabe 90er-Schellen verteilt und mit einem fiesen Triadenboss noch eine ganz persönliche Rechnung zu begleichen hat…

Roys Albtraum?

Gary Daniels war in den Videotheken der 90er vor allem Martial Arts-Fans ein Begriff und wohl der berühmteste Filmfighter aus dem UK. „White Tiger“ ist nicht seine Sternstunde - aber ein brauchbarer Einstieg in sein Können, den Style dieser (oft von PM Entertainment produzierten) Actioner, seine explosive Art. Mit Cary-Hiroyuki Takawa als Bad Guy macht man eh nie etwas falsch. Der finale Kampf der beiden unterwältigt. Der Weg dahin ist aber gespickt mit sexy Connections, schnellen Drehkicks, Kugelhagelmomenten und etlichen Handlangern, die von Motorrädern getreten und geschossen werden. Die finale Explosion eines Dampfschiffes ist sensationell und auf höchstem Hollywoodniveau. Zehnmal besser als jeder CGI-Knall heutzutage. Und umso beeindruckender, wenn man weiß, was was für mickrige Budgets PM Entertainment und Co. meist für ein solches Videothekenkanonenfutter zur Verfügung standen. Sauschade, dass es bis heute viele dieser Filme nicht in HD gibt. 

Fazit: solider Gary Daniels-Actioner mit viel Explosion, Bummbumm und einem Immergeher als Bösewicht. Alles bleibt aber etwas im grauen, matschigen und undefinierten Bereich zwischen Chemieanlagen, Lagerräumen und Kiesgrubencharme. 

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