Eine Ladung Frauen wird in ein Konzentrationslager der Nazis eingeliefert, wo sie den Ränkespielen und der Willkür der Belegschaft und des wahnsinnigen Lagerkommandanten (John Steiner) ausgeliefert sind.
Rino Di Silvestros spekulationsfreudiges Drama will mit kühnem Erfindungsreichtum jene zugleich verführerischen und abschreckenden Vorstellungslücken schließen, die die abenteuerlichen Gedankenspiele grenzgängerischer Historienfantasten umschleichen. Mit der geflissentlichen Unterschlagung des Genozids als Existenzgrund des Lagers spart der Film gezielt rassistische Aspekte aus und verengt sein Faschismusbild gänzlich auf das einer menschenverachtenden Triebideologie. Anknüpfend an das vorausgesetzte geschichtliche Hintergrundwissen des Zuschauers versucht der Film, Nervenkitzel zu erzeugen, der sich freilich in einer wahllosen Reihung ärmlich inszenierter Sado-Maso-Episödchen mit tölpelhaft eingepassten tragischen Anekdoten erschöpft, die das komplexe Wechselspiel zwischen Nazi-Ikonografie und sexuellem Fetisch nicht mal ansatzweise anpacken, geschweige denn bewältigen können. So bleibt der über weite Strecken unvermutet zahme Film letztlich ein entbehrliches Kuriosum aus dem Exploitation-Streichelzoo, das mit der rührenden Musik von Stelvio Cipriani seinen einzigen Erfolg einfahren kann.