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Riggs und Murtaugh, Lowrey und Burnett, Cates und Hammond, - sie alle zählen zu den populären Buddy-Gespannen der 80`s Actioner.
Regisseur Kevin Smith schliddert jedoch ein wenig am Spaß dieser Konstellationen vorbei und präsentiert uns mit Bruce Willis und Tracy Morgan ein eher bemüht wirkendes Gespann innerhalb einer seelenlosen Story.

Die beiden agieren als Cops in New York: Monroe (Willis) und Hodges (Morgan) arbeiten seit neun Jahren als Team zusammen, doch als ein Einsatz schief geht, werden beide vorübergehend suspendiert.
Kurz darauf wird Monroe eine überaus wertvolle Baseballkarte gestohlen, die er zur Finanzierung der Hochzeit seiner Tochter verhökern wollte. Um diese zurückzugelangen, lassen sich die beiden auf ein gefährliches Spiel mit der mexikanischen Mafia ein…

Kurzum: Smith schöpft zuwenig aus der Konzeption einer Persiflage und verschießt sein komplettes Pulver an Filmzitaten beinahe innerhalb weniger Minuten während eines Verhörs, in dessen fortlaufenden Dialog alles von „Robocop“ bis „Stirb Langsam“ eingebracht wird.
Private Probleme der Antihelden wirken indes fast obligatorisch, so dass Willis sich nicht nur mit dem versnobten Stiefvater seiner Tochter auseinandersetzen muss, sondern Hodges aufgrund übermäßiger Eifersucht Teddys mit Kameras in den Gemächern seiner vermeintlich fremdgehenden Frau aufstellt.
Ihr Zusammenspiel ist sympathisch, ab und an überzeugt sogar der Dialogwitz, doch im Endeffekt wirken viele Pointen recht bieder und von einem Willis, wie er noch zuletzt McClane verkörperte, ist dessen Figur leider meilenweit entfernt.

So gibt es eine kurze Autoverfolgung über einen Friedhof, eine Tarnung als Handyverkäufer und einen elfjährigen Frechdachs als aufmüpfigen Zeugen. Alles Eckpunkte, die im Gesamtkontext zur flockigen Unterhaltung beitragen, jedoch keine Spitzen setzen, obgleich der Score von Harold Faltermeier stimmungsvoll auf 80er getrimmt ist.
Denn markanter Charme ist bei dem bunten Treiben kaum auszumachen, die Bösewichte bleiben völlig blass und letztlich ist man froh über einen Seann William Scott als Kleinganove Dave, der so seine eigenen markanten Szenen in den Vordergrund spielen kann und den schwach gezeichneten Hauptfiguren über leichten Leerlauf hinweghilft.

Die visuelle Schlichtheit und das flotte Erzähltempo geben zwar dem Grundkonzept einer Hommage Recht, - ein wenig Nostalgie macht sich breit, gute Cops sind oft auch unbeholfene Cops mit Macken und Fehlern, doch im Endeffekt fehlen „Cop Out“ reichlich Ecken und Kanten, die ihn über den Durchschnitt eines belanglosen Popcornstreifens hieven.
Etwas zu leichte Kost, meistens zu altbacken aufgezogen und für Fans eines Actionhelden wie Willis fehlt da schlichtweg die eine oder andere ausholende Faust…
Knapp
6 von 10

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