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„Der Killer im System“ handelt von einem Killer in einem System, der dort munter vor sich hin killt. Der Killer killt und killt, dies allerdings nicht nur in besagtem System, sondern auch in der Realität, welche allerdings auch schon wieder eine Art von System darstellt. Und überhaupt: Leben wir nicht alle, ich meine, jeder für sich, in einer Art mannigfaltigem, verwinkeltem System, aus dem es kein Entrinnen gibt…?

Ihr seht schon, ein hoch geistiges Werk dieser Film… Ne Schmarn, in diesem putzig süßen Sci-Fi-Horror-Slasher aus den 90ern geht’s um einen Psychopathen, der in einem EEG (ihr wisst schon: diese Röhre, in die man zu Untersuchungszwecken geschoben wird…) den Löffel abgibt. Sein mordlustiger Geist schafft es aber irgendwie, in den Zentralrechner einer kleinen Stadt zu entfleuchen, von wo aus er von nun an via Stromleitung Zugang zu allen Haushalten und somit zu einer unbegrenzten Anzahl an Opfern genießt. Da beginnen dann plötzlich die Mikrowelle, der Geschirrspüler und die Verkehrsampel Amok zu laufen…

Klingt bekannt… und ist es auch. Wir erinnern uns an „Pulse“, an „Rhea M“… bei „Poltergeist“ war doch auch irgendwas mit Küchengeräten, oder?
Egal, vergesst diese filmischen Kleingeister (Alle bis auf „Poltergeist“ - der rockt!), denn „Der Killer im System“ hat, insofern man ein Herz für leicht doofen B-Horror in seiner Brust trägt, um einiges mehr zu bieten.
Hier wird nämlich nicht nur ein fetter Puritaner von seiner eigenen Mikrowelle gegrillt bis seine Haut Blasen wirft (echt ein endgeiler Kill!) und eine Hackfresse von einem Handtrockner flambiert…,
…nein, das, was den Streifen wirklich so herrlich schräg und sehenswert macht, sind nämlich seine zum Himmel schreiend grottigen „Flug durchs Internet“-Computereffekte. Von allen Seiten poltern klobige CGI-Klötze und bunte Wabbelblasen durchs Bild, die Pixel haben die Größe von Schuhkartons und auch wie man sich damals, als das Internet praktisch noch gar nicht erfunden war, das www. so vorgestellt hat, ist aus heutiger Sicht einfach nur belächelnswert.

Nebenbei bemerkt weiß die Story auch angemessen zu unterhalten, wirklich langweilig wird’s nie und der Plumpsack geht rum.
Fazit also: Grundsolider Cyber-Slasher mit absolut vorsintflutlichen CGI’s.
Vergesst den „Rasenmähermann“, denn wenn das nächste Mal der Mixer spinnt, dann is’ es wahrscheinlich der Junge hier…

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