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Buried ist wieder einmal der beste Beweis, dass auch ein billiger Film mit einem extrem kostspieligen Film locker mithalten kann. Nachdem "Open Water" fast nur auf dem offenen Meer spielte und "Frozen" fast ausschließlich auf einem Sessellift, entschied sich Regisseur Rodrigo Cortes einen Film zu kreieren, der komplett in einem Sarg spielt. Allerdings gibt es hier keine standardmäßige Einleitung wie bei "Frozen" oder "Open Water", der Film startet unmittelbar in dem Sarg, nachdem man die ersten Minuten nur ein komplett schwarzes Bild mit kleinen Geräuschen vom Hauptdarsteller zu hören bzw zu sehen bekommt. Als der Film anfing hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass der Film diese Spannung kontinuierlich für 95 Minuten halten kann. Doch durch die ganzen Twists und den überraschenden Wendungen, die während dieses Films geschehen, ist Langeweile hier wahrlich ein Fremdwort. Obwohl der Film wirklich ausschließlich nur im Sarg spielt, ohne irgendwelche Rückblenden einzugliedern, herrscht permanent eine knisternde Spannung. Allein das klingeln eines Handys kann den Zuschauer völlig aus der Fassung bringen und je mehr sich der Film dem Finale nähert, umso aufgeregter wird man und beim extravaganten Finale könnten vor Spannung die Ein oder Anderen Fingernägel leicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Klar, man hätte für diese Rolle eigentlich jeden Schauspieler nehmen können, doch Ryan Reynolds spielt seine Rolle mit einer unglaublichen Grazie und bringt seine Angst und seine Panik enorm glaubwürdig rüber, ob das ein anderer Schauspieler so gut hin bekommen hätte sei mal dahin gestellt. Das größte Problem was Buried hat ist, dass er leider nicht massentauglich ist und gerade heutzutage, wo die Filmfans von heute nur noch auf Action, Torture, Horror oder reine Effekthascherei großen Wert legen, wird es Buried sehr schwer haben, sich gegen große Werke durchzusetzen. Ich jedenfalls kann es überhaupt nicht verstehen, wieso der Film in der deutschen Filmdatenbank (völlig zu Unrecht) so niedergevotet wird, während er in der internationalen Filmdatenbank (absolut gerechtfertigt) eine enorm hohe User-Bewertung bekommen hat. Vielleicht sind wir in Deutschland wirklich schon zu sehr verwöhnt worden, von den eben 4 genannten Film-Aspekten.


Fazit : Buried ist auf alle Fälle eine kleine Perle und mal etwas völlig Neues. Keine Kopie, wie es bei Frozen (von Open Water) der Fall war, sondern ein völlig eigenes, allerdings auch eigenwilliges Konzept. Ich war begeistert!


8/10

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