Paul Conroy (Ryan Reynolds) ist ein amerikanischer Lastwagenfahrer, der Hilfsgüter im Irak durch die Gegend fährt. Nach einem Hinterhalt, bei dem sechs seiner Trucker-Kumpel erschossen wurden, erwacht er in einem Holzsarg - irgendwo begraben unter der Erde. Dass er diverse Sachen wie beispielsweise ein Handy, ein Sturmfeuerzeug oder einen Stift in seinem Sarg hat, sind kein Zufall, denn bald melden sich die irakischen Terroristen per Anruf, dass sie ihn für ein Lösegeld ausbuddeln und ihn gehen lassen würden.
"Buried" kann man ganz einfach beschreiben: Es gibt keine Vorgeschichte, keine Flashbacks, sondern einfach nur ein Setting (der Sarg) und einen Darsteller, die diesen Film trägt bzw. tragen muss. Die einzige Kommunikation mit der Außenwelt, seien es jetzt der Arbeitgeber, die Entführer, Bekannte, Verwandte oder der U.S.-Geheimdienst, finden bloß über das Handy statt.
"Buried" ist defintiv ein Film, der schwer verdaubar ist. Hier gibt es nichts zu genießen oder zum Unterhalten - viel Gestöhne, viel Hilfslosigkeit, Dunkelheit und viel Gekreische, dass die Tonspur defintiv für drei Pornos herhalten könne.
Es erinnert viel an den Amateur-Film "Open Water", in der die Lage genauso scheiße war und genauso viel Settings bieten konnte, auch wenn hier kameratechnisch im Vergleich professionell gearbeitet wurde.
Die Story ist nicht schlecht, jedoch gibt es viele negative Punkte, die mir den Filmspaß verderben.
Man muss Reynolds den ersten 10 Minuten bei kargen Lichtquellen zuschauen, wie er gerade mal einen Monolog führt, ansonsten gibt es nur Atemstörungen und Gekreische. Danach folgen sinnlose Handy-Anrufe, die den Film nicht weiterbringen, sondern scheinbar auf die 90 Minuten strecken sollen. Man kann es beim dritten Mal schon nicht mehr hören: "Hallo, ich bin Paul Conroy, ich bin Brummi-Fahrer im Irak und stecke in der Scheiße" strapazieren in der ersten Hälfte die Nerven des Zuschauers. Man weiß, der arme Bub steckt in üblen Schwierigkeiten, aber zumindest bei mir verpufft das Mitfiebern auf ganzer Strecke, da man ohne Vorgeschichte in das Treiben reingeschmissen wird und der Charakter einem zwar Leid tun kann, aber trotz des Plots nicht richtig mitfiebern lässt.
Zum Glück werden die Handy-Gespräche intensiver, und es wird keine Kritik daran ausgelassen, dass Great US of the A solchen Leuten scheiß egal ist, aber genau das ist dann die Stärke des Films. Ob der Arbeitgeber von Conroy nur auf wirtschaftliche Schadensbegrenzung aus ist, die Corps versuchen ihn ausfindig zu machen (mit was für Mitteln auch immer), oder die Entführer sich mit banalen Anrufen auch immer melden. Man wird das Gefühl nicht los, dass hier gestreckt wurde, bis im Film-Haschisch viel Holz und Rattengift beigemischt wurde. Sinnbildlich ist eine kurze Sequenz mit einer giftigen Schlange, die hier überhaupt nichts zu suchen hat.
Naja, sagen wir es mal so, wenn die Credits über den Bildschirm flimmern, denkt wohl keiner, dass er Lebenszeit verschwendet hat mit "Buried - Lebendig begraben". Aber mehr als einmal aus der Videothek ausleihen würde dem Werk nicht gerecht werden.
Kein leichter Stoff, jedoch mehr als einmal anschauen wird man sich das Teil dann auch nicht. Zu begrenzt ist das einzige Setting, der einzige Darsteller. um da mal noch nach Jahren ein zweites Mal nachzuhaken. Paul Conroy kann einem richtig Leid tun, aber der beste Spruch dazu ist wohl "Shit Happens", und damit abgehakt.
Einmal anschauen tut nicht weh, strapaziert evtl. die üblich gewohnten Sehqualitäten, aber danach ist Schluss.
Ein Film, den ich ungern bewerte (da zwischen einem Punkt und sagen wir mal 8 Punkten alles drin wäre - jenachdem man den Film sieht), aber es gibt mal wohlgewollte
6/10 Punkten.