Review

 Ryan Reynolds ist 90 Minuten lang lebendig begraben, einzig mit einem Handy hat er Kontakt zur Außenwelt. Was sich hier entfaltet ist eine bitterböse Thriller-Satire, die unseren Protagonisten die Macken der Bürokratie spüren lässt, als er den Notruf wählt. Die Wirtschaftlichkeitsdenke seines Arbeitgebers als bitterböse Kapitalismuskritik, sowie die Verzweiflung die das amerikanische Selbstbewusstsein den anderen Ländern zufügt.Im Grunde genommen mag man fast meinen, dass das für einen ganzen Film nicht ausreichen mag, zumal man die ganze Zeit über nur Ryan Reynolds im Blick hat, aber man muß zugeben, dass mit der richtigen Umsetzung wohl so einiges möglich ist.

Es ist wirklich klaustrophobisch gut, was hier inszenatorisch aufgefahren wird und zu keinter Minute schleichen sich Längen ein, dafür ist die Kameraführung, der Schnitt, die Story, alles in allem in sich stimmig.

Auch Ryan Reynolds, der demnächst für solche Filme zu teuer werden dürfte, macht seine Sache ganz gut, zumindest stört er nicht, und sein Charakter wächst einem stetig ans Herz, gerade weil er kein Superheld ist, sondern ein absolut normaler Mensch, der manchmal sogar dümmer ist als es gut für ihn ist. Aber das gehört zu seiner Normalo-Rolle nun mal. Letztlich ist das alles zwar geschmackssache, aber nach allem was vorher passierte, konnte ich mich mit der Schlußpointe nicht wirklich anfreunden, zwei Minuten vorher wäre alles besser gewesen, aber nein, man muß ja noch weiter gehen.Alleine dieser Schluß vermiest die hervorragende Bewertung und es gibt letztlich nur ein gehobenes gut: 7 Punkte

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