Review

Zunächst mal die kleinen, aber letzten Endes zu verschmerzenden Makel :

Inhaltlich, dialogtechnisch, und dramaturgisch muss man dem Film sicher einige Punkte abziehen!
20 Minuten passiert erstmal nicht viel, zumindest nichts was im späteren Verlauf des Films noch von Belangen wäre.
Unsere drei Hauptcharaktere sind im Skiurlaub, unterhalten sich über Ex-Beziehungen, ein "Geflirte" auf der Skipiste, alles Dinge die im Grunde nur als "Füllmaterial", und auch nicht wirklich der tieferen Charakterzeichnung der Darsteller dienen.

Abends wollen die drei dann vor ihrer Abreise nochmals alleine auf den Berg und bestechen den "Liftboy", Sie noch ein letztes Mal kurz vor Betriebsschluss der Anlage hinauf zu lassen! Also ab in die Gondel, und los gehts!
Doch kurz darauf hat der "Liftboy" Feierabend, ein Kollege erledigt für Ihn die letzten Arbeiten, vergisst die 3 und schaltet den Lift aus..

Erst jetzt nach gut einem Viertel der insgesamt knapp 90Minuten leitet eine klasse Kameraeinstellung die Wende in dem Film ein!Man sieht die drei Hauptdarsteller von weitem und von vorne in der Gondel sitzen, im Hintergrund der abschüssige Berg, samt Lift-Anlage!
Die Gondel bleibt mitten auf dem Weg nach oben stehen, und eine Beleuchtung nach der nächsten schaltet sich hinter Ihnen aus, bis Sie komplett im Dunkeln sitzen!
Kurz darauf fängt es an zu schneien und zu stürmen...und dem Zuschauer beginnt mehr und mehr der Angstschweiß auszubrechen..

Was dann passiert sei an dieser Stelle nicht vorweggenommen!
Zu den folgenden ca. 60 Minuten kann ich nur sagen:  Dieser Film schockt! Und zwar richtig!

Und es sind nichtmal die wenigen "Splatter-Szenen" die das bewirken, sondern die Atmosphäre, der Schauplatz, und die ganze Intensität der Situation!

Evt. hätte man hier und da noch etwas mehr Einfallsreichtum an den Tag legen können,was die Dialoge und Streitigkeiten unter den Gondelinsassen betrifft, dann wäre es ein kleines Meisterwerk(chen) geworden!

Unterm Strich bleibt ein intensives und sehr schockiges Stück Film, mit ca.20minütiger mehr oder weniger überflüssiger und langweiliger Einleitung!
Kane Hodder(bekannt u.a.aus diversen Freitag der 13te Teile als Jason Voorhees) darf auch kurz mal sein Können unter Beweis stellen (als "Liftboy"), ebenso wie es Ihm bereits schon bei Hatchet 1+2 vergönnt war.

Regie führte bei diesen beiden Filmen ebenfalls der "Frozen-Macher" Adam Green. Wer Open Water mochte, wird an diesem "Gefrierschocker" seine Freude haben!

Gesamtwertung, trotz der kleinen Mängel:  8/10 (minimale Mittel:maximale Wirkung!)

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