Blue Valentine(2010)
Deprimierender, nüchterner und realistischer Blick auf eine Beziehung. Erinnert ein bisschen an die Strukur von "500 Days of Summer", allerdings gibt es hier nur wenig zu lachen und man sollte sich auf ein starkes Stück Film einstellen, das zwar nicht locker unterhält, aber dafür umso nachhaltiger beeindruckt.
Die Inszenierung ist, gemessen am schmalen Budget tadellos und der Soundtrack einfach nur traumhaft(Grizzly Bear) und die Besetzung harmoniert/torpediert sich einfach wunderbar.
Nichts gegen Portman und Firth, beides gute Leistungen, die 2011 bei den Academy Awards ausgezeichnet wurden, aber verdient hätten es wohl ehr Michelle Williams und Ryan Gosling.
Glaubhaft, rührend, wütend und unglaublich nahe spielen sich die beiden gegen und miteinander die Bälle zu. Schauspielkino auf allerhöchstem Niveau. Gerade der Wandel Goslings vom smarten Indie-Beau zum "Mitten im Leben"-Alkie ist derart gruselig gelungen und auch Williams beeindruckt über die ganze Spieldauer, als (werdende)Mutter, die zwischen den Stühlen stand/steht und es bis zum bitteren Schluss bereuht, sich von dieser niedlichen Ukulele in einer Rückblende beeindrucken zu lassen.
Definitiv kein Film fürs erste Date...8 von 10