Das fünfte (& letzte) Abenteuer des gelben Wunderkäfers beginnt damit, dass sich er & sein Besitzer Jimmy Bondi El Guancho (Rudolf Zehetgruber) auf der Straße mit Don Alfonso (Fernando Sancho) anlegen, was dazu führt, dass beide mit ihren Karren in einem Stock-Car-Crash-Rennen landen. Aber keine Sorge, denn wie wir alle wissen... "Dudu macht das schon". Tja... Dudu macht das schon am Arsch! Den Dudu zerbröselt es, als er einen Berghang runtergeschubst wird. R.I.P. Dudu, es war schön mit dir. Da dies komischerweise noch nicht das herzzerreißende Ende von Dudus Reise ist (es liegen noch so um die achtzig Minuten vor uns), wird aus Dudu einfach mal so ein grüner, sechsrädriger Solo 750 Quad.
Damit nicht genug, hat dieses Gefährt im Kofferraum auch noch einen kleinen roten Roboterkäfer. Der heißt Pitchu, hat zwei Ohren, acht Beinchen (mit Schuhchen dran) & eine Greif-Schnauze, er plappert mit einer hohen blechernen Heliumstimme & haut nonstop Sprüche raus, die fast so lustig sind, wie ein Pantomime, der tiefsinnige Gedichte vorträgt. What the f...? Also, ich meine... What the f...? Wer, um Gottes Willen, hat sich diesem Mumpitz ausgedacht? (Der Rudi war’s, zusammen mit einem Jacques Nova.) Gut, für Personen unter sechs Jahren mag dieser unfassbar infantile Quark ja lustig sein, aber hat auch mal wer an den Rest der Zuschauerschaft gedacht? An die Schäden, die in deren Gehirnen verursacht werden?
Der Plot? Irgendwas mit einem alten Goldschatz aus Kriegszeiten. Der Schauplatz? Lanzarote. Die Cast? Kathrin Oginski, natürlich, die gehört praktisch zum Inventar. Brad Harris will sich das Gold krallen, Ricardo Palacios gibt einen Bud Spencer für Arme (& wird von Wolfgang Hess gesprochen) & Sal Borgese mischt auch wieder mit, als Mafioso, der seinen Signature-Spruch "Die glauben, ich bin doof. Bin ich aber nicht." einige Male anbringt. Pferde & Kamele gibt’s auch. Aufgrund der staubigen Wüstenlandschaft kommt manchmal ein nettes Western-Flair auf & Don Alfonsos perfider Trick mit den explosiven Zigarren passt da auch gut dazu, wohingegen sich El Guanchos dramatischer Flashback wie ein Fremdkörper anfühlt.
Der Fluss der Geschichte ist so holprig wie ein uralter, ungepflegter Waldweg, der Albernheits-Regler wurde auf Anschlag gedreht & für eine FSK-6-Freigabe gehen gar nicht so wenige Baddies drauf. Dass uns der Macher ein auf der Wiese aufsetzendes Modellflugzeug als Notlandung einer Maschine verkauft, ist ein ebenso starkes Stück wie der Titel, der uns brettleben ins Gesicht lügt. Zwei tolle Käfer? Ich sehe nur einen & der ist nicht toll. Ein unglücklicher Gangster meint: "Ich werde mich bei der Mafia-Gewerkschaft beschweren." Hätte er sich mal besser bei der Film-Gewerkschaft beschwert, vielleicht wäre uns dieser grobe Unfug dann erspart geblieben. Einmal musste ich doch schmunzeln, als Don Alfonso meint: "Nichtraucher, was? Wohl einer von diesen komischen Gesundheitsaposteln?"