Review

Schwachsinn von A(thena) bis Z(entaure)
 
Heutzutage ist die modernisierte Umsetzung von betagten
Geschichten, Sagen und Legenden ein bewährtes Mittel, um das geistige
Sommerloch von Drehbuchschreibern und Filmstudios zu stopfen. An sich
ist es ja auch gar nicht verkehrt, veraltetem Material einen Neuanstrich
zu verpassen, um es der jetzigen Jugendgeneration näher zu bringen. In
diesem Fall ist das allerdings fürchterlich schief gegangen, da bei
der Jugendbuchadaption von "Percy Jackson" die Komplexität der
griechischen Mythologie mit dem Vorschlaghammer zu einem pubertären
Ami-Klischee-Teenager-Abenteuer-"Spektakel" verunglimpft wurde.
 


Was war gut?

Sehr gute visuelle Umsetzung von Feuer- und Wassereffekten, sowie die Animation der antiken Kreaturen.
Auch recht solide technische Umsetzung von Kameraführung und Schnitt.

 


Was war schlecht?Der ganze Rest.

 


Da werden beispielsweise die geflügelten Sandalen des Hermes zu
Chucks, das Smartphone muss als Spiegel im Kampf gegen die Medusa
herhalten und natürlich ist der Schauplatz des Trauerspiels völlig
selbstverständlich die Weltmacht U.S.A. mit dem Empire State Building
als Zugang zum Olymp. Über so eine Arroganz lässt sich nur noch staunen,
da nicht einmal der Versuch unternommen wird zu erklären, warum
ausgerechnet die Amerikaner die gesamte griechische Götterwelt für sich
beanspruchen.


Von Anfang an werden ausschließlich Teenager angesprochen inklusive
unnötiger Lovestory, Quotenfarbigen der den Film ordentlich mit
Ghettosprache versorgt, schauspielerischen Katastrophen und straighter
Schnitzeljagd-Story die lediglich einen grundlosen Quest an den nächsten
reiht.

Es wird einem regelrecht schlecht auf diesem
"Highway-to-Hades" der kindischen Albernheit, welcher übersäht ist mit
gigantischen Logiklöchern und mythologischen Ungenauigkeiten.


Wer bis zum Ende den Mageninhalt noch drin behalten konnte, hat die
Möglichkeit bei gekünsteltem Vaterkonflikt-Kitsch doch noch den
Fernseher vollzureiern.

 


Unterm Strich hier also von mir die dringende Empfehlung sich an den
Visual Effekts des Trailers zu erfreuen und sich den Film zu sparen.
3/10

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