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Percy Jackson der mit seiner Mutter und seinem verhassten Stiefvater in New York lebt, ist bis auf das ein oder andere Problemchen ein normaler Teenager wie jeder andere. Das dachte er zumindest bis zu dem Tag, als er bei einem Schulausflug im Museum fast von seiner Mathelehrerin getötet wird weil die sich plötzlich in ein grauenhaftes Monster verwandelt. Von Zeus selbst beschuldigt, soll er dessen Herrscherblitz gestohlen haben den dieser binnen 14 Tagen wieder zurück haben möchte, weil sonst Krieg unter den Göttern herrschen würde. Gemeinsam mit Grover und Annabeth, der Tochter der Athene, machen sie sich heimlich auf, den gestohlenen Herrscherblitz zu finden und seine von einem Minotaurus getötete Mutter aus der Unterwelt zu retten.

Also langsam geht mir diese Harry Potter, Narnia, Twilight, Eragon Welle gehörig auf den Keks. Popcorn Kino fürs junge Publikum im Stimmbruch. In diese Kerbe schlägt auch Jackie Person (oder so ähnlich). Darsteller aus dem High School Bereich retten die Welt, mal wieder. Gabs eiegntlich seit Herr der Ringe auch mal wieder Abenteuer/Fantasy Filme, die sich auch Zuschauer anschauen können, die sich nicht nur rasieren um damit auf dem Schulhof angeben?
Schade ist das deswegen, weil Percy Jackson eigentlich alles mitbringt, um auch Wahlberechtigten zu gefallen. Die Effekte sind erste Klasse, wir spulen per CGI beinahe das komplette Einmaleins der griechischen Mythologie runter, mit Gastauftritten von Zentauren, Gorgonen, Minotaurus, Satyren, Hydra, sowie die komplette Belegschaft der Götter des Olymps. Dazu gibts namhafte Darsteller wie Sean Bean, Uma Thurman und Pierce Brosnan, die hier aber dummerweise jeweils nur fünfminütige Gastauftritte haben.
Der Anfang ist sogar noch recht vielversprechend, dem Zuschauer wird das Grundszenario vorgestellt, Halbgötter leben unerkannt unter uns, bis eben jener Percy des Diebstahls von Zeus Herrscherblitz beschuldigt wird (was auch jeder sofort glaubt). Zur Sicherheit wird er in ein Camp mit anderen Halbgötter gebracht, die allesamt aussehen wie 16Jahre alt (an dem Tag haben die Götter wohl eine richtige Massenorgie mit der Menschheit gefeiert), denen aber auch nichts anderes einfällt als den durchschnittlichen High School Kids, nämlich capture the Flag spielen.
Sobald diese Episode vorüber ist geht aber der Kinderfasching los. Dann ziehen drei Dreikäsehochs los um drei Perlen zu finden, was natürlich drei neue Episoden bringt (nicht nur ich verwende jetzt das Wort Episode inflationär, der Film tuts genauso und ist von der Aufteilung her wirklich streng nach Reißbrett gezeichnet). Die Handlung wird infantiler, die Dialoge platter und ab hier spielt sich die ganze Nummer wie eine belibige 08/15 Campus Komödie. Am Ende gehts dann nochmal kurz bei Vadder Zeus vorbei, praktischerweise liegt der Olymp jetzt in den USA, wie alle anderen Spielort auch, oder wußte jemand das der Eingang zum Hades in Hollywood liegt.
Schade, da hätte was gutes draus werden können und wär ich jetzt 14 würde ich wohl ganz dolle Apllaus klatschen im Kino, aber für alle die noch wissen was Videokassetten waren und den Mauerfall nicht nur aus dem Geschichtsunterricht kennen, ist das nix dolles mehr.
4,5/10

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