kurz angerissen*
Potter’sche Amerikanisierung oder amerikanisierte Verpotterung, in jedem Fall pottermäßig umgesetzt vom Regisseur der ersten beiden Potter-Filme. Und das sieht man: Columbus inszeniert fließend und wie selbstverständlich, die Routine wohl wissend in der Hinterhand, wobei er sich durchweg an der Struktur seines „Stein der Weisen“ orientiert, indem er das Erwachen des Protagonisten auf ganz ähnliche Art und Weise über abrupte Einbrüche von Fantasy-Elementen in die „reale“ (allerdings auch schon überzeichnete) Welt illustriert.
Diesmal steht eine ungleich weniger einflussreiche Vorlage im Hintergrund, zudem ein eher blasser Hauptdarsteller, der lediglich dadurch auffällt, dass er manchmal zu verkrampft eine bestimmte Comicpanel-Pose rüberbringen möchte.
Egal. Der Film als solcher ist dennoch gegenüber dem ersten Zauberer-Abenteuer der gelungenere, weiß über einen ereignisreichen, gleichwohl nie überladenen Plot mit üppigen Spezialeffekten ein hohes Tempo zu halten. Andererseits verspricht er weniger für die Zukunft als die am Ende achtteilige Rowling-Reihe, eignet sich also weniger als reiner Prolog, da Percy Jackson schon jetzt eine Menge zugemutet wird. Auch die inhaltliche Banalität lässt sich hinter den Effekten und prominenten Co-Stars nicht verbergen. Am oberflächlichen Unterhaltungswert, der hier definitiv ansteht, soll das allerdings nicht rütteln.
*weitere Informationen: siehe Profil