Die "Nacht des Grauens" wurde hier schon mehrfach als echter Schrott verrissen und dieser Meinung schließe ich mich ganz unauffällig an. Der Film bekommt nur sieben Prozent bei Rotten Tomatoes und ist in der Tat ein Fall für die Tonne: Wurde der klassische Slasher anno 1987 immer mehr zu Grabe getragen, so zimmert die "Nacht des Grauens" unversehens den nächsten Nagel in den Sarg.
Dabei beginnt der Film als gar nicht mal so übler Aufguss von "Last House on the Left" oder auch "Fight For Your Life": Zwei gemeingefährliche Gangster on the Loose, welche die Privatparty eines Highschool-Sportlers crashen. Der hat irgendwo seine Anti-Aggressions-Pillen liegen lassen... Nach einem kurzen aber heftigen Auftakt entschloss sich Regisseur Allen Plone leider dazu, einen reinen Partyfilm daraus zu machen: Eine Feier mit kaum reger Beteiligung und wenig Rock´n Roll, dafür aber eine der Sorte, wo die privaten Angelegenheiten und Techtelmechtel verstärkt in den Vordergrund rücken. Gähn!
Der Killer hinter der Fechtmaske ist genauso eine Nebensächlichkeit wie die beiden Psycho-Knastis. Wer jedoch einen guten Slasher gucken möchte, der wird sich kaum für private Herz-Schmerz-Angelegenheiten interessieren, sondern will die Killer bei der Arbeit sehen. Leider setzt der Film die Prioritäten völlig falsch. Ansonsten gilt: Das Beil ins Hirn, das Messer in den Rücken und das Stromkabel in den Whirlpool. Und das war es auch schon wieder während die Diskussionsrunden ewig dauern. Dabei ist die "Nacht des Grauens" der lebende Beweis, dass man selbst von einem hohen Body Count nicht viel mitbekommen muss.
Die Cast ist voller No Names, von denen keiner Akzente setzt. Ansonsten blutleer, völlig uninteressant und nicht mal mit dem gewissen Feeling für den nächten Trash-Partyabend! 3 von 10 Punkten.