6
Ein Re-Watch nach 15 Jahren, nicht immer ungefährlich, zumindest für die Bewertung. Horror Comedy ist generell nicht so meins, aber dieses Exemplar hatte ich als unterhaltsamen Vertreter in Erinnerung. Die Grundidee ist es auch, die Umsetzung allerdings wandelt zwischen Licht und ganz dunklem Schatten. Die zwei namensgebenden Helden machen das super, aber die Teenie Gegenspieler sind das wahre Grauen hier und senken das Film-Level zeitweise auf das Level C. Dasselbe gilt für die Optik, Kamera mau, Effekte wow. Die ganze Zeit hatte ich dieses was-wäre-wenn-Gefühl. Leider hat der Regisseur in Folge gezeigt, dass der gute Ansatz eben nicht die talentierte Blaupause für etwas größer war, sondern eher sein Höhepunkt.
7
kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 18.02.2012 Sehr amüsante Genreparodie, die aber eigentlich auch nur deswegen funktioniert, weil die beiden Hinterwäldler ihre Rollen richtig liebevoll spielen. Die Umkehrung der Spielregeln alleine wäre mir zu einfach gewesen, so aber wird fast jeder aufgefahrenen Verwechslungssituation und jedem verheerenden Missverständnis dieser notwendige Tupfer Farbe aufgetragen, der das Ganze erst so originell wirken lässt. *weitere Informationen: siehe Profil
8
Bei "Tucker and Dale vs. Evil" handelt es sich im Grunde um eine klassische Verwechselungskomödie mit Slasher Elementen. Die Story ist nicht besonders komplex. Der Film lebt eher von den Konsequenzen einer Verwechslung, die sich von Szene zu Szene weiter zuspitzt. Nichtsdestotrotz ist Tucker and Dale vs Evil ein sehr unterhaltsamer Film. Regisseur Eli Craig hat es geschafft die Elemente der klassischen Verwechlungskomödien neu zu verpacken und mit abstrusen und brutalen Slasher Einlagen aufzupeppen, die immer einer gewissen Situationskomik unterliegen. In jedem Fall ein Film, den man gesehen haben sollte.
7
Es ist schon eine drollige Horrorkomödie, die 40 Jahre Backwoodsterror mal eben komplett auf den Kopf stellt. Es war mal was erfrischend anderes, zu sehen, wie die Pickup Truck fahrenden, Bärte tragenden Hillbillys mit ihren Baseballkappen und Blaumännern ausnahmsweise mal nicht als die bösen Menschenmetzger herhalten müssen. Aber einen derben Funsplatter darf man hier nicht erwarten, denn dazu fließt zu wenig Blut und die Gags sind auch nicht allzu bösartig. Die Buddy-Klamotte ist eher so knuffig und sympathisch-naiv wie ihre beiden tollpatschigen Hauptaketeure. Außerdem lebt sie von fast schon zu vielen Zufällen und Missverständnissen und einige der Pointen sieht man schon von weitem kommen. Ziemlich ironisch und cool an der Sache ist aber, dass es für die Kids letztlich keinen Unterschied macht: Sie erleben aus ihrer Perspektive den klassischen Bodycount-Horrortrip im Wald.
6
Das würde ich mal herrlich frischen Wind nennen, sowohl im Horror/Splatter als auch im Comedy-Sektor. Ich bin eigentlich kein Freund der Kombination von beidem, aber es gab in keinerlei Hinsicht irgendetwas auszusetzen und der Film echt gut gelungen. Hoffentlich kommt aus der Schmiede alsbald Nachschub.
7
Ich habe es immer gewusst! Alle sadistisch-kannibalischen Inzucht-Hinterwäldler mit Hang zum Fetischen Menschenhautmasken tragen sind komplett missverstandene Opfer totaler Intoleranz und sind eigentlich immer nur zur falschen Zeit am falschen Ort wenn sie mal wieder auf blutgierige Großstädter treffen. Haha! Soviel zur groben Stilrichtung in der sich die Story um die beiden Rednecks Tucker und Dale dreht. Beide wollen nur Angeln. Treffen auf eine, von Vorurteilen geprägte, Gruppe Kids aus der weiten Großstadt und der turbulent-makabere Lauf der Dinge beginnt. Alles herrlich zwanglos und mit zwei (schon fast liebevollen) Hauptdarstellern in einer makaberen und zügig erzählten Story bei der kein Horrorfan-Auge trocken bleibt wenn sich die verblödeten Kids, auf unterschiedlichster weise, selber ins verdiente Totenreich befördern. Auf jeden Fall ein Blick wert. Allerdings hätte es ruhig ein wenig blutiger ausfallen können. Aber das ist Ansichtssache.