Review

Wäre dieser Film nicht die Blaupause für die vielleicht beste Vermengung von Horror und Teenager-Storys im TV gewesen, hätte man dieses Machwerk vielleicht schon wieder vollständig vergessen.

Als Vorläufer funktioniert er natürlich prächtig nach der Prämisse: wie mache ich es falsch, was kann ich später richtig machen.
Alle nötigen Zutaten sind hier schon vorhanden: die ziemlich gewöhnliche (und nicht sonderlich anspruchsvoll intellektuelle) Cheerleaderin Buffy wird plötzlich von einem geheimnisvollen Wächter ausersehen, um nach der Schicksalsregelung die Welt vor der Übernahme durch Vampire zu retten, was natürlich ihr High-School-Leben total durcheinander wirbelt.

Leider will an diesem Gebräu in der Filmfassung gar nichts passen. Kristy Swanson als Buffy ist deutlich zu alt, um noch zur High-School zu gehen, ihr hohlbirniger Umgang mit Testosteronnieten und Blond/Blödchen erinnert stark an den später produzierten „Clueless“ und will nicht passen.
Donald Sutherlands Anwesenheit als Wächter kann überhaupt nicht erklärt werden, außer durch Zwang, Geldnot oder Fehlinformation. In einer beeindruckend öden Nebenrolle als künftiger Love Interest hampelt sich Luke Perry durch seine begrenzten Gesichtsausdrücke (seine Anwesenheit sicherte dem Film ein gewisses Videopublikum, weil 90210 gerade in war).
Der Abgrund tut sich allerdings unter Paul Reubens als Vampirhandlanger und Rutger Hauer als Obervampir auf. Reubens kaspert die meiste Zeit affig rum und Hauer hat man in eine derart klassische Vampirrobe geschraubt, daß er wie die Dracula-Parodie auf dem Tuntenball aussieht, angedenk seines Make-Ups.

Was als TV-Serie mit den nötigen Supportakteuren und reichlich Humor funktioniert, verkommt in der Filmversion allerdings zum unpassenden Kampf der Kulturen, der nie so recht zünden will.

Der ultimate Schuß ins Knie ist jedoch die deutsche Synchro, die so bärig jeden zweiten Satz verkalauert, daß überhaupt keine brauchbaren Gespräche mehr zustande kommen. Die Teenager allein sabbeln so dermaßen viel unzusammenhängenden Schrott, daß ein Napalmeinsatz auf das Tonstudio wünschenswert gewesen wäre.
Doch auch ohne das ödet das hier gepflegt an, gepflegte Langeweile in ungenießbarem Stückwerk. (3/10)

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