Review

Dass Steven Seagal ein gefährlicher Mann ist, wussten wir schon immer. In seinem neuen Streifen "A Dangerous Man" stellt er genau das erneut eindrucksvoll unter Beweis.

Shane Daniels saß jahrelang unschuldig im Knast. Kaum auf freiem Fuß, stolpert er in einen missglückten Deal hinein und bleibt mit einer verängstigten Frau und einer Tasche voller Geld zurück. Die "Eigentümer" lassen jedoch nicht lange auf sich warten. Und da Seagal als Daniels mal wieder Ex-Spezialist im Töten ist, macht er keine Gefangenen ...

Der Trailer zu "A Dangerous Man" verspricht viel; der Film selbst löst die Versprechen ein!
Wie gewohnt hält das Drehbuch keine Überraschungen bereit, sondern liefert Seagal für die Fäuste reichlich Kanonenfutter, das er genüsslich zerlegen darf. Das macht der Altstar zu neunzig Prozent selbst. Ab und an muss leider das Double ran. Auch der Stimmenimitator bekommt was zu tun. Meist in den Szenen, in denen das Fotodouble durchs Bild läuft und eigentlich Steven Seagal ein paar Zeilen zum Besten geben müsste. Da hätte Seagal vielleicht zur Post-Production doch noch mal das Set aufsuchen sollen, um ein paar brauchbare Takes abzuliefern.
Aber was solls. In den letzten acht Jahren war Seagal kaum fitter und motivierter bei der Sache. Seit "Urban Justice" hat er sich die Führung gegenüber seinen B-Movie-Kollegen wie Van Damme und Lundgren Stück für Stück zurückerobern können. Ein Ausrutscher wie "Kill Switch" sei ihm verziehen.

Optisch und actiontechnisch übertrumpft "A Dangerous Man" dann sogar den viel gelobten "Driven to Kill". Zwar ist auch dieses Werk ein Stück weit von der Klasse damaliger Kinokracher wie "Out for Justice" entfernt, doch in der Kategorie Direct-to-Video dafür ganz weit vorne. Keoni Waxman, der zuvor "The Keeper" inszenierte, packt in sämtlichen Belangen eine Schippe drauf und lässt mit blutigen Schießereien, ultrabrutalen (teils etwas konfus geschnittenen) Fights und kleinen, schicken Explosionen das Herz des geneigten Fans höher schlagen.

Ob der drastische Actioner ungekürzt den Weg nach Deutschland findet, bleibt leider fraglich. Sicher ist, dass die FSK ihre wahre Freude haben wird!

Fazit:
Wer Steven Seagal nach vielen Pleiten keine Chance mehr geben wollte, sollte es spätestens mit dem rundum gelungenen "A Dangerous Man" trotzdem tun! Der dicke Mann scheint so langsam begriffen zu haben, was seine Anhänger sehen wollen und besinnt sich immer mehr auf seine Wurzeln.

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