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"Derjenige der gewinnt und übrig bleibt, erhält das ewige Leben."

Professor Layton ist eine durch abwechslungsreiche Rätsel geschätzte Spielereihe auf Nintendos Konsolen. Durch "Professor Layton und die ewige Diva" bekommen die beliebten Protagonisten nun auch abseits der Konsolenwelt ein eigenständiges Abenteuer ohne die Abhängigkeit eines Spielers.

Professor Layton erhält von seiner ehemaligen Studentin Janice Quatlane einen Brief. In diesem berichtet sie von einer Freundin, die vor einem Jahr gestorben, nun jedoch als siebenjähriges Kind wieder aufgetaucht ist. Das Mädchen behauptet, dass sie ewige Jugend und Unsterblichkeit erlangt habe. Da dem Brief Karten für die Oper, in der Janice spielt, beiliegen, beschließen Layton, sein junger Gehilfe Luke und die Asisstentin Emmy Altava sie im Crown Petone Theater zu besuchen, und die Behauptungen des räselhaften Mädchens zu untersuchen. Direkt nach der Vorstellung erscheint ein mysteriöser, maskierter Mann auf der Bühne der verkündet, dass nun ein Wettstreit beginnt. Der Gewinner soll das ewige Leben erlangen, während alle anderen ihr Leben verlieren.

Ganz wie aus der Spielereihe gewohnt, steht Professor Layton auch in seinem Trickfilmdebüt vor dem ein und anderen Rätsel. Ganz so zahlreich sind diese aber nicht. Nur eine handvoll Knobeleien, die teils zum mitraten anregen, sind in die Handlung integriert. Überraschenderweise sind diese nicht mal sonderlich komplex, sondern recht schnell durchschaubar. Nicht nur hier merkt man, dass "Professor Layton und die ewige Diva" vom Inhalt eher an Kinder gerichtet ist.

Comichaft werden zahlreiche Ereignisse überzeichnet. Im charmanten Stil schwimmen und rennen die Charaktere übermäßig schnell, basteln aus einfachsten Werkzeugen Luftfahrzeuge und entrinnen jeglicher Explosion mit Leichtigkeit.
Die Handlung hat keinen sonderlich hohen Anspruch, ebensowenig die Dialoge. Und auch die Charaktere enthalten keinerlei Komplexität. "Professor Layton und die ewige Diva" besinnt sich auf einfachste Elemente, die auch so in den Spielen zu finden sind. Schlicht aber charmant.

Trotz diesen einfachen Elementen enthält der Film eine angenehme Spannungskurve, die sich mit zunehmender Laufzeit steigert. Weniger durch die nicht vorhandenen, aber erwarteten, Wendungen, denn diese offenbaren sich erst gegen Ende des Films. Eher durch viele Einfälle und Details, sowie einem langen, dramatischen Finale.

Begeistern können auch die Zeichnungen und die musikalische Untermalung. So wie schon auf Nintendos Konsolen ist der Zeichenstil sehr bunt und von satten Farben geprägt. Vereinzelten Objekten wurde zusätzlich mit digitaler Hilfe Leben eingehaucht.
Diverse Musikstücke werden dem Spieler aus der Layton-Reihe bekannt vorkommen. Dazu gesellen sich viele sehr klassische Stücke, die insbesondere zum Schluss die Atmosphäre des Films sehr aufwerten.

"Professor Layton und die ewige Diva" ist eine gelungene Umsetzung der Spiele-Reihe. Der Trickfilm enthält zwar überraschend wenige, leicht zu durchschauende Rätsel und eine schlichte Handlung, präsentiert aber seine gewohnt charmanten Figuren im bekannten bunten Design. Besonders das lange Finale kann mit imposanten Melodien und ein paar Wendungen überzeugen. Anspruch gibt es in dem auf Kinder ausgerichteten Trickfilm keinen, unterhalten kann er aber durch seine zunehmende Spannungskurve allemal. Knappe...

8 / 10

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