Mit gerade mal 15.000 $ Budget und einem Einspiel von über 100 Mio $ am US-Box-Office war „Paranormal Acivity“ der große Überraschungserfolg des Kinojahres 2009. Dass ein solcher Erfolg natürlich viele Nachahmer finden wird ist nicht schwer zu erahnen gewesen. Auch nicht, dass die Produktionsschmiede The Asylum, welche dem Zuschauer schon Kracher (Achtung: Ironie) wie „Transmorphers“ oder „Alien vs. Hunter“ um die Ohren gehauen haben, als erster auf der Matte stehen werden um ein Stück vom Kuchen abzubekommen. So wurde innerhalb von kürzester Zeit „Paranormal Entity“ aus dem Boden gestampft.
Story: Seit dem Tod des Herrn des Hauses wird die Familie Finley von seltsamen Ereignissen im Haus in Atem gehalten. Besonders auf die hübsche Tochter hat der Geist es abgesehen. Ausgestattet mit Kameras soll das nächtliche Treiben festgehalten werden. Doch der Geist ist alles andere als nett…
Soweit zur Story und im Grunde ist „Paranormal Entity“ nix anderes als ein dreistes Rip-Off eines erfolgreichen Kinofilmes, welches im Schnellverfahren produziert wurde. Dennoch macht der Film auf eine gewisse Art und Weise Spaß, da letztendlich doch sehr unterhaltsam. Auch wenn er zur keiner Zeit an die intensive Atmosphäre und die Spannung seines großes Vorbildes rankommt.
Als echtes Aufnahmen angepriesen gibt es keinerlei Credits, es werden weder die Namen der Schauspieler oder des Regisseurs genannt. Der Zuschauer wird mit ein paar Texttafeln grob eingeführt und der Film hält sich nicht lange mit Charaktereinführungen auf, sondern bietet dem Zuschauer in ein paar Sätzen nur die Grundprämisse. So geht es gleich los mit den nächtlichen Aktivitäten des Geistes. Bleibt es erst beim Telefonklingeln, das plötzliche angehen des Fernsehers geht es nach ein paar Nächten schon mehr zu Sache.
Wie schon die Story erahnen lässt, hat der Geist es Hauptsächlich auf die knackige Tochter mit den dicken Titten abgesehen. So zieht der Geist ihr schon einmal die Bettdecke weg wenn sie nur in Unterwäsche schläft oder überrascht sie wenn sie mal nackig in der Badewanne liegt. Der Geist weiß also schon einmal was die Zuschauer sehen wollen.
Also was tun? Genau. Einen Fachmann zur Rate ziehen. Da Mulder und Scully nicht mehr bei den X-Akten arbeiten und Sam und Dean gerade versuchen die Apokalypse zu verhindern, tut es halt auch der paranormale Ermittler aus der Nachbarschaft. Der klärt die leidende Familie auf, dass der Geist ziemlich angepisst ist, geil auf die Tochter ist und die Kleine nur vergewaltigen will.
So packt der Film an Ende noch die Blut- und Vergewaltigungskeule aus um noch einen derben, leicht exploitativen Abschluss präsentieren zu können. So bleibt auch der große Schock des Kinovorbilds weg und lässt den Zuschauer mit einem plumpen Ende zurück.
Dennoch ist „Paranormal Entitiy“ kein so schlechter Film wie man ihn hätte erwarten können. Unterhaltsam ist er, die Tochter ist hübsch und joar, schauspielerisch kann man einer solchen Produktion auch nix vorwerfen.