Review

How to push two upcoming stars - das ist das Credo hinter "Romeo must die", einer bemerkenswert fade gespielten Romeo-und-Julia-Variante, in der zwei Gangstersippen (Asiaten und Schwarze) um einen großen Deal in einem Hafengebiet kämpfen.
Brauchen wir nur noch zwei Sympathen von jeweils unterschiedlichen Seiten, die sich ineinander verlieben und das machen hier der Amerika-Urlauber Jet Li und das R'n B-Schnuckel Aaliyah. Er will den Tod seines Bruders rächen, sie will ihre Ruhe und die Wege kreuzen sich immer wieder.

Das gibt natürlich Anlaß zu reichlich Stunk, ein geheimnisvoller Killer löscht so manchen Beteiligten zwischendurch aus und wir Zuschauer werden für so blöd gehalten, nicht zu bemerken, daß dafür nur zwei Personen in Frage kommen.
Aber ein Plot war eh nur Mittel zum Zweck, denn unser farbiges Schnuckelchen muß eh nur gut ausschauen und Jet Li braucht ein paar Kampfszenen, in der er tumbe Schwarze aufmischen kann.
Folglich entwickelt sich zwischen den beiden auch null Chemie, so daß sie das fadeste Liebespaar seit Jahren abgeben, bei dem uns gesagt werden muß, daß es geklickt hat, weil wir es sonst nicht bemerken würden.

Die Asiatensippe bemüht dabei Triadenklischees, die Schwarzen hauen in die Brother-Klischee-Kiste, daß es nur so knistert, dazu Stunts in Maßen und ein paar handzahme Shootouts.
Das ist Action mit Gefühl für die MTV-Generation, hier mal ein Hoho, dort mal ein Schmunzler und alle sehnen das finale Duell zwischen zwei Asiaten herbei, im Flammenkreis mäßig orchestriert, so daß man gerade so die Drahtseile bei den Sprüngen nicht sehen kann.

Delroy Lindo als Oberhaupt der Farbigensippe hatte diesen Film ganz gewiß nicht nötig, der sich plottechnisch wie Kaugummi zieht und garantiert vergessen ist, wenn er denn endlich mal vorbei ist.
Anbiederung von der Stange! (3/10)

Details
Ähnliche Filme