Review

Auf den Film aufmerksam wurden wir im letzten Juli meine ich, als das erste Gerücht aufkam, daß der "Scorpion King" einen eigenen Film bekommt.
Damals waren wir...nun ja...geschockt. Gestern nun war es soweit, wir waren im Film und bekamen einen wirklich ansehnlichen Streifen Popcorn-Kino zu sehen.
Die Story: kaum vorhanden.
Der Akkadier Mathayus (Dwayne "The Rock" Johnson) erhält den Auftrag, die Seherin des marodierenden Horden-Führers Memnon zu töten, damit die noch nicht unterworfenen Stämme wenigstens eine kleine Chance haben, gegen Memnon zu bestehen.
Er und seine zwei Mitstreiter werden jedoch verraten und Mathayus gelingt als einzigem die Flucht.
Mit seinem neu gefundenen Freund (ein nerviger Jar-Jar-Verschnitt) entführt er die Seherin, die sich als hübsches Mädel entpuppt und zieht somit den Hass von Memnon auf sich.
Eine Reihe von spekatuklären Kämpfen und Explosionen später kommt es zum entscheidenden Kampf zwischen den beiden...
Die Story gibt nicht so sehr viel her, aber dennoch wurde das vorhandene Script gut ausgereizt, man kann sich einfach schön berieseln lassen. Die reichhaltig plazierten Action-Einlagen entschädigen für das dünne Script und manch hölzernen Darsteller. Der böse Memnon hingegen leistet ganze Arbeit in der Darstellung des Oberbösewichts, die übliche "Ich-mach-nen-Sprechrollendarsteller-kalt"-Szene bleibt nicht aus, ebenso wie einige zynische Dialoge.
In der Gesamtansicht bleibt "Scorpion King" zwar hinter den Mumien-Filmen zurück, hält aber einen Spitzenplatz in den Unterhaltungsfilmen.
"The Rock" kriegt sogar die Chance, einen Bodyslam zu zeigen und seine gern gesehene hochgezogene Augenbraue - für Fans auf jeden Fall empfehlenswert.
Was mir ein ganz klein wenig sauer aufgestossen ist, ist die Tatsache, daß sich der oder die Drehbuchschreiber vorher einige Abenteuerfilme angesehen haben und ein paar Elemente einfach geklaut haben. Da wären eine Gong-Einlage aus Indy 2, die Höhleneinlage aus Rambo 3, die Seherinnenfähigkeiten und ihr Verschwinden aus "Leben und sterben lassen". Es gibt noch einige Wiedererkennungseffekte, die mir im Moment jedoch entfallen sind.
Letztlich muss ich auch noch vor dem Film warnen:
Leute, die gerne ungeschnittene Filme sehen, sollten sich die englischsprachige Version ansehen, denn der Film wurde innerhalb einiger Tage auf eine FSK12-Freigabe runtergeschnitten, wobei viele Gewaltszenen auf dem Boden des Schneidetisches gelandet sind. Es ist zwar nicht zu schlimm, doch schade um das Effekte-Budget.

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