Dwayne "The Rock" Johnson vermöbelt böse Typen im alten Ägypten (wie es sicher nicht ausgesehen hat).
So ungefähr lässt sich die Handlung und Aussage von "The Scorpion King" zusammenfassen. Der Film ist eine Art Auskopplung der Mumie Reihe von Stephen Sommers, hat aber bis auf den Hauptcharakter überhaupt nichts mit ihr zu tun, wodurch auch keinerlei Vorkenntnisse nötig sind. Die Inszenierung ist dabei ganz auf die MTV-Generation zugeschnitten: Rockige Musik, schnelle Schnitte, wenige (ziemlich oberflächliche) Dialoge, durchgängige Action und alles schön laut und überwältigend. Trotzdem kommt der Film kein einziges Mal an die locker-ironische Atmosphäre von die Mumie ran, was wohl daran liegt, dass hier alles irgendwie schnell um das liebe Geld willen dahingeschludert wurde und keine Liebe in das Projekt gesteckt wurde. So hätte man wenigstens den Hauptcharakter etwas näher beleuchten können, aber Dwayne "Steingesicht" Johnson läuft den ganzen Film lang nicht nur mit nur 2 verschiedenen Gesichtsausdrücken rum (Wut oder debiles Lächeln), nein, man erfährt auch überhaupt nichts über den Charakter, den er spielt. Er kommt immer nur an einen Ort, tötet dort alle und zieht dann weiter.
Michael Clarke Duncan wirkt irgendwie total deplaziert und viel zu intelligent für diesen Film und der Rest der Figuren ist reine Staffage oder wandelnde Klischees (die schöne Frau, der Kerl, der für die Witze sorgt, ein grimmiger Oberböser etc.).
Ansonsten könnte man sich noch über unzählige Logik-, Realismus- und Anschlussfehler beschweren, aber, he, es ist ein Actionfilm mit "The Rock"! Wer erwartet da was anderes außer hirnlose Action am Fließband? Und die wird hier nunmal geboten und ist wirklich astrein und stellenweise auch ziemlich hart (es ist mir ein Rätsel, wie die ungeschnittene Fassung erst als FSK12 in die Kinos kam).
Insgesamt ein Film für reine Actionpuristen, alle anderen sollten tunlichst die Finger davon lassen.
6/10