Dr. Alexander Hartdegen (Guy Pearce) erfindet nach dem tragischen Tod seiner Verlobten Emma (Sienna Guillory) eine Zeitmaschine. Damit will er die Vergangenheit verändern und Emma retten. Doch sein Vorhaben schlägt fehl. Nun ist Alexander auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage:" Warum kann man die Vergangenheit nicht verändern ?". Dazu reist er in die Zukunft, muss jedoch feststellen, dass die Erde dem Untergang geweiht ist. Durch einen Fehler seinerseits landet er noch weiter in der Zukunft. Er findet sich bei einem friedlichen Volk wieder und verliebt sich in die hübsche Mara (Samantha Mumba). Doch es existiert noch ein Volk, die Morlocks, monströse Kreaturen die unter der Erde leben. Als Mara entführt wird macht sich Alexander auf, seine Liebe zu retten und die Morlocks zu vernichten. Bald findet er sich nicht nur in einem Kampf wieder, sondern steht auch vor der Enträtselung seiner Frage.
Regisseur Simon Wells (Der Prinz von Ägypten) trat hier ein schweres Erbe an, die geniale Idee von H.G. Wells erneut zu verfilmen. Dies geschah schon im Jahre 1960 unter Regisseur George Pal mit Rod Steiger in der Hauptrolle. Auch stand der Dreh unter keinem guten Stern. Das geplante Budget reichte hinten und vorne nicht aus, Hauptdarsteller Guy Pearce verletzte sich beim Dreh, ausserdem stand man unter immensem Zeitdruck. Zudem lagen sich die Produzenten in den Haaren. Simon Wells konnte seine Arbeit leider nicht beenden, für ihn sprang Gore Verbinski (Fluch der Karibik) ein. Das ursprüngliche Drehbuch zu "The Time Machine" schrieb David Duncan (Daniel Boone), doch das Drehbuch wurde nochmal komplett überarbeitet und teils drastisch verändert von John Logan.
Nach den ganzen negativen Auswirkungen, ist es wirklich ein kleines Wunder, dass dieses Remake gut gelungen ist. Bei der Story hat man kaum Neues hinzugedichtet, sondern so zu sagen alles nur aufpoliert. Der Film ist wirklich ein einziger Eyecatcher. gerade die vielen verschiedenen Kulissen sind toll gelungen. Ob das altmodische New York Ende des 19. Jahrhunderts, das futuristische New York im Jahre 2037, das beinahe zerstörte New York, oder die sogenannte Neuerstehung der Welt mit den friedliebenden Eloys und den mordenden Morlocks. "The Time Machine" bietet massig Schauwerte und auch nette Ideen. Einige handmade, Viele aber auch durch hochwertigen CGI vertreten. Die Effekte kann man größtenteils als perfekt bezeichnen, es gibt aber auch kleine Animationspatzer, die graphisch nicht so überragend geworden sind. Die Zeitmaschine selbst sieht Der im alten Original etwas ähnlich und kostete über eine Million Dollar Enstehungskosten.
Trotz der kurzen Laufzeit lässt man auch den glaubwürdigen Darstellern etwas Platz, sich zu entfalten und schafft es einige dramatische Sequenzen einzubauen. Guy Pearce war für die Hauptrolle die absolut richtige Wahl, nur Jeremy Irons bleibt unterfordert. Orlando Jones, Jeremy Irons und Samantha Mumba sind in weiteren Rollen vertreten.
Auf die eigentlich Handlung konzentriert sich der Film erst in der zweiten Hälfte. Dort gibt es auch zwei tolle Actionszenen zu begutachten, mit dem Auftauchen der finster dreinblickenden Morlocks. Hier ist die Maske wirklich gut gelungen und die Viecher lassen keine Gnade walten. Schmeißen die wehrlosen Eloys durch die Lüfte, beschießen sie mit Pfeilen und entführen sie schließlich unter die Erde. Sogar einen Endkampf bekommt der Zuschauer geboten, wobei aber gerade die Explosion der Zeitmaschine und damit die finale Vernichtung der Morlocks, leider viel zu übertrieben daherkommt. Letztenendlich spendierte man dem Film ein gutes Ende, das von H.G. Wells fiel etwas böser aus. Auch bekommt man nicht auf alle Fragen eine Antwort.
Der Dreh stand unter keinem guten Stern, doch diese 120 Millionen Dollar Produktion ist ihr Geld schon wert. Die gut bekannte Story wurde zwar ohne größere Innovationen, aber mit einigen netten Einfällen und tollen Effekten aufgepeppt. Nur das Finale beinhaltet einige Macken. Die Darsteller sind glaubwürdig, das Tempo stimmig und der Score von Klaus Badelt ist großartig.