Erst dachte ich, Disney wollte mit der Fernsehproduktion Skyrunners einfach ein Remake ihres Der Flug des Navigators bringen. So ganz abwegig ist es auch nicht, scheint die Ausgangssituation doch nur etwas variiert und vereinfacht, denn hier sind es nun zwei Brüder, die ein außerirdisches Raumschiff finden und die Zeitreise fällt schlicht weg.
Dafür handelt es sich bei Skyrunners um ein wüstes Konglomerat aus anderen filmischen Versatzstücken, die nie auf Originalitätsansprüche deuten. Der kleine Bruder macht nach einem Abenteuer mit dem heimlich in der Garage gebunkerten Flugzeug Adoleszenzschübe nach dem Vorbild von Big mit.
Ein aufgeplustertes Selbstbewußtsein und sich einstellende Erfolgserlebnisse gegenüber dem anderen Geschlecht sind Stilmittel des Teenfilms. Die verschwörungstheoretische Durchsetzung der Bevölkerung mit Außerirdischen und die sehr enge Verfolgung durch das FBI sind uns mindestens aus den 90ern schon gut genug bekannt.
Sei Skyrunners ein Update auf all dies, so kann man den Film dennoch höchstens Kindern vorsetzen, da die Einfachheit des ersponnenen roten Fadengeflechts zwar mit Paradigmenwechseln aufwarten kann, im Wesentlichen jedoch emotional nur über das Andocken an eine früh-jugendliche Psyche zu funktionieren in der Lage zu sein scheint.
Vertraut mit den Gepflogenheiten des Science-Fiction Films und über die Sorgen und Nöte eines Kindes hinweg kann man sich zwar an den gelungenen Effekten erfreuen, muß jedoch ernüchtert feststellen, daß so ein Film abseits der Frische und Zugänglichkeit zu einer abgespulten Parade verkommt, der man auch noch folgen kann, wenn man schon in der Fernsehzeitung nach Alternativen blättert.