Nachdem "Harte Jungs" nur eine zwiespältige Komödie mit teils gelungenen und teils misslungenen Gags war, der Trailer zu diesem Teil hier, eigentlich nur Kopfschütteln bereitet und so gut wie alle Kritiken und Reviews (vor allem hier in der Ofdb) zu "Knallharte Jungs" äußerst negativ waren, habe ich mir das Schauen dieses Streifens erst einmal verkniffen. Nun allerdings, habe ich mich doch zum Schauen überreden können und habe genau das gekriegt, was ich erwartet habe!
(Und mich dabei aber gewundert, dass es, zumindest teilweise, doch gar nicht mal sooo schlecht war, wie mir überall weiß gemacht wird.)
"Knallharte Jungs" setzt im Prinzip da an, wo bei Teil 1 Schluss war. Die (natürlich recht dünne und völlig fehlerhafte) Story um Florian, seinen sprechenden Pimmel und seinem ewig sexgeilen Freund Red Bull wurde passend, weitergesponnen. Und nach dem Motto "Härter ist noch besser", wurden auch die Gags noch einmal um 100% deftiger. Das dies allerdings nicht immer gleich 100% lustiger ist, davon gibt es in diesem Film aber leider zu Hauf Beispiele.
Vor allem das unsägliche, schier unerträgliche Finale voller höchst pubertären, perversen und in jeder Hinsicht geschmacklosen und unlustigen Gags, kann als schlechtes Witze-Beispiel nicht besser geeignet sein. Da gibt es, fliegende "Taschenmuschis", sexbesessene Tanten, ständiges "ins Gesicht des Hauptdarsteller genieße" und als "Höhepunkt" einen Vibrator, mit dem in der Scheiße rumgewühlt wird, um danach in das Gesicht des Hauptdarstellers zu fliegen. Ob man es wirklich unbedingt so weit treiben muss? Ich weiß nicht!
Schade eigentlich! Denn bis dahin können dann eigentlich schon ein paar Gags (wenn auch nicht unbedingt viele) zünden. Allen voran die verrückte "Wanda" (alias Axel "Red Bull" Stein im Frauenfummel) ist für einige heftige Brüller gerade zu geschaffen. (Ich sag nur die Luftballonszene!:o)) Und der Cameo-Auftritt von Michael "Bully" Herbig dürfte wohl das heimliche Highlight des ganzen Films sein!
Na ja. Noch unerträglicher als das Finale sind aber leider auch die, teilweise arg stümperhaften, Darstellerleistungen. Der (ich glaube) bereits 21 Jährige Tobias Schenke kann als pubertierender Teenie nicht wirklich überzeugen und Diana Amft gibt hier eine ihrer schlechtesten Leistungen ihrer noch so jungen Karriere. Nur Axel Stein überzeugt mal wieder auf ganzer Linie. In ihm steckt einfach ein Vollblut-Komiker und das beweist er hier mal wieder eindrucksvoll!
Fazit: Pubertärer, teils witziger, aber wesentlich öfter unerträglicher, Teenie-Spaß, für alle die bei einem Film nicht denken wollen, oder einfach mal wieder ein geeignetes Brechmittel suchen und sich dabei aber gleichzeitig auch über einige gelungene Gags schieflachen wollen. Nicht ganz so schlecht wie alle tun, aber auch weit entfernt davon, was man als "gelungen" bezeichnen könnte. Und der "Höhepunkt" ist hier ein anderer, als der Gewollte!
Wertung: 5/10