Dieser Titel ist den Meisten eigentlich nur ein Begriff, weil der Videoanbieter VCL Joseph Rubens exzellenten "Stepfather" als dessen Nachfolger vermarktete. Dies lag insofern nahe, dass die Stories der beiden Filme fast identisch sind (nur treiben den Bösewicht hier kein mächtiger Dachschaden, sondern eher ökonomische Interessen an). Michael Winner, der schon mit "Hexensabbat" einen sehr guten Beitrag zum phantastischen Genre ablieferte, hat dem Thema einiges an Nervenkitzel abgewinnen können. Besonders einige Hetzjagden und das finale Duell zerren mächtig an den Nerven des Zuschauers. Im Gegensatz zum bereits erwähnten "Stepfather" setzt "Spur in den Tod" aber nicht nur auf den subtilen Schrecken, sondern drückt dann und wann auch mal auf die Sex-und-Gewalt-Tube, wobei aber alles noch so gerade im FSK16-Rahmen bleibt. Dies lässt den Film zuweilen etwas schmuddelig erscheinen, was natürlich absolut Geschmackssache ist. Ein größerer Schwachpunkt ist dann schon eher das unausgegorene Drehbuch. Dieses weist nämlich einige faule Kompromisse auf und des Weiteren legen die Charaktere teilweise recht merkwürdige Verhaltensmuster an den Tag, wie ich finde. Aufgrund dieser logischen Mängel und der Tatsache, dass der Bösewicht hier nicht annähernd an den von Terry O´Quinn verkörperten Psycho rankommt, muss man "Stepfather" im Vergleich ganz klar den Vorzug geben. Was aber nicht heißt, dass "Spur in den Tod" schlecht wäre! Im Gegenteil: Spannend ist das ganze nämlich wie gesagt durchaus und hätte IMO auch eine DVD-Vö verdient.