Review
von Fex
Stilisierte Leere oder die Überbewertung von Nebensächlichkeiten:
Der Film versucht anfangs noch so etwas wie eine Geschichte zu erzählen, die ausschließlich mit denen aus vielen Giallos bekannten Stilmitteln erzählt wird, wie z.B. permanente Großaufnahmen und Zoom auf Augen, schrägen Einstellungen und knalligen Farben. Die Geschichte driftet jedoch nach ca. 15 min. in ein zusammenhangloses Nichts ab, welches leider bis zum Ende erhalten bleibt. Was in den Giallos gut funktioniert, da hier hauptsächlich eine Geschichte als ein spannender Whodunnit erzählt wird und die bekannten Stilmittel in erster Linie bei den Morden wohldosiert zum Einsatz kommen, schlägt ohne Geschichte in einen seelenlosen Bilderreigen um, der trotz schöner Bilder leider quälend langweilig wird, da man nur noch Kleinigkeiten, wie z.B. Dornen, die am Kleid kratzen, Stiefel, die eine Treppe hochgehen, usw. in Großaufnahme zu sehen bekommt. Der Bezug dazu, was auf der Leinwand mit den Figuren passiert oder gar sowas wie Spannung fehlen komplett, was für 90 Minuten zuviel ist und nur noch als Kurzfilm funktionieren würde. Als Giallo und als "Spiel"film somit unbrauchbar.