Review

kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 05.05.2013

Kunstvoller Liebhaberfilm zwischen Giallo und Experimentalkino mit einem besonderen Interesse an extremen Close Ups. "Amer" beschwört die Intimität geradezu mit extremen Nahaufnahmen und bewegt sich dabei zwischen Bedrängnis und sexueller Psychotherapie, wobei er psychologisch mit einem jugendlichen Schlüsselerlebnis und einer daraus abgeleiteten Entwicklung der Hauptfigur recht banal bleibt, dies aber mit seiner visuellen Wucht und auch dem eindringlichen Soundtrack recht gut zu kaschieren weiß. Nicht nur hier wird der Film dem offensichtlichen Vorbild Dario Argentos gerecht - die Farben schillern oft in nur einem Raum im Trio wie zu besten "Suspiria"-Zeiten, wie uninspiriertes Kopieren wirkt das aber nicht, vielmehr weist "Amer" schmerzlich darauf hin, dass solche Besonderheiten in der heutigen Kinolandschaft oft vollständig fehlen.

*weitere Informationen: siehe Profil

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