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Sam Riley, Mickey Rourke, Jason Statham, Ray Winstone und 50 Cent. Welcher "Schauspieler" passt nicht in die Reihe? Ich denke jede Antwort wäre überflüssig. "13" ist mal wieder ein Remake, wo ich das Original noch nie gesehen habe. Ein kurzer Blick auf die Rückseite der DVD hat mich aber sehr neugierig gemacht, da die Story wirklich interessant klingt. Wie das leider manchmal so ist, klingt das Meiste nur interessant. Zwar ist dieser Film absolut unterhaltsam und bietet feinsten Nervenkitzel, hat aber dennoch viele Schwächen, insbesondere die Story an sich, die eigentlich, wenn man mal genau darüber nachdenkt, völliger Schwachsinn ist. Sam Riley spielt den jungen Vince der durch Zufall an einem Todesspiel teilnimmt. Dieses Todesspiel ist nichts weiter als das simple russische Roulette. Diverse Spinner halten sich eine Knarre gegenseitig an den Kopf und drücken ab. Natürlich geht das Alles nicht ohne einen Schiedsrichter, der hier viel zu überspitzt von dem sonst so wunderbaren Michael Shannon verkörpert wurde. Die Verlierer in diesem Spiel verlieren ihr Leben, die Sieger kommen eine Runde weiter. Die Sieger dieses Turniers sahnen kräftig ab und Millionäre, die nicht wissen, was sie mit all ihren Millionen anstellen sollen, dürfen auf ihre Schützlinge und Favoriten setzen. Von der schauspielerischen Seite her ist alles absolut tadellos. Mit Ausnahme von 50 Cent, der erneut beweist, dass er einer der schlechtesten Hip-Hop-Schauspieler überhaupt ist, spielen hier alle Darsteller ziemlich überzeugend, allen voran natürlich der grandiose Mickey Rourke, der hier wieder mal alle Anderen alt aussehen lässt. Aber auch vor Sam Riley habe ich ein riesen Respekt. Schon in "Control" spielte er einfach überragend und auch hier spielt er sehr überzeugend. Besonders seine Mimik, wenn die Spiele losgehen, wirken so unglaublich echt, dass man den Eindruck bekommen könnte, dass er wirklich gleich erschossen wird. Jason Statham sieht man hier mal in einer ungewohnten Badass-Rolle. Er spielt ein absolutes Arschloch, was man dem sympathischen "Cranky-Transporter" niemals zutrauen würde. Auch er spielt relativ gut, wobei er schon ziemlich alt gegen Rourke und Riley aussieht. Was ich an dem Gesamtverlauf der Geschichte etwas schade fand war, dass es keinerlei Überraschungen gab. Mit Ausnahme von dem völlig unerwartetem Ende, bekommen wir bei den Spielen zu keiner Sekunde irgendwelche unerwarteten Dinge geboten. Von Anfang an steht fest, wer weit kommen wird und wer früh in die Kiste gehen wird. Zusätzlich zieht sich der Film dann noch ewig nach dem "großen Finale" hin, bis dann endlich der große Knall am Ende kommt.
Meine Empfehlung geht ausnahmsweise mal nicht an Jason Statham Fans, die werden hier eher enttäuscht werden, sofern sie einen typischen Statham Film erwarten. Wie schon in "Revolver" bekommen wir ihn hier in einer außergewöhnlichen Rolle zu sehen und deshalb sollten sich knallharte Statham Fans es sich 2x überlegen, ob sie sich diesen Film angucken sollen. Der gesamte Rest darf sich dann auf einen netten Thriller mit viel Spannung und Adrenalin freuen, der sicherlich ein wenig unter seinen Möglichkeiten bleibt. Allerdings kann ich keine Garantie geben, dass die Leute, die das Original kennen, auch das Remake mögen werden.


Fazit : Ich habe jetzt große Lust mir das Original anzuschauen. "13" ist ein interessanter Thriller, mit tollen Darsteller, aber einer zu plump dargestellten Story. Aber man kann ihn sich durchaus anschauen.


7/10

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