Dave, ein Teenager, auf den der Begriff "Durchschnitt" absolut passt, träumt davon ein Superheld zu sein. Da setzt Dave seinen Wunsch eines Tages in die Tat um. Er bestellt sich einen grünen Neoprenanzug und geht damit als "Kick Ass" auf Verbrecherjagd. Gänzlich ohne Superkräft oder besondere Kampffähigkeiten.
Prompt wird er auch zusammengschlagen und erleidet einen Unfall, der zur Folge hat, das er fortan wesentlich weniger Schmerzen spürt. Trotz Rückschläge macht er weiter und wird zum Phänomen im Internet, was die echten Superhelden "Big Daddy" und "Hit Girl" aus der Reserve lockt. Dazu bekommt Kick Ass Verstärkung durch den jungen "Red Mist" und langsam wird die ganze Sache richtig ernst, als sich Gangsterboss D'Amico einmischt.
Alter Schwede! Ich kannte die Comics vorher nicht und habe nur ein paar Infos im Netz über den Film aufgeschnappt. Somit ging ich absolut unvoreingenommen an den Streifen ran und wurde nicht entäuscht. Er hat mich weggehauen und ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll!
Die Grundidee ist ja schon super. Was wäre, wenn ein "Otto-Normalo" wirklich versucht ein Superheld zu sein? Das Ganze wird garniert mit cool fotografierter Action, pechschwarzem Humor und einer guten Portion Drama. Die Darsteller sind super gewählt. Aaron Johnson als trotteliger Kick Ass, Nicolas Cage als besessener Rächer Big Daddy, aber der Knaller und das Highlight ist Chloe Moretz als Hitgirl. Was die den bösen Jungs in den Arsch tritt ist nicht mehr feierlich. Die "Kleine" spielt top und lässt es gewaltig krachen. Auswahl gelungen!
Dazu gibt es als Garnierung einige überzogene Gewaltspitzen, Coming-of-Age Elemente und dem erwähnten Humor. Dieser Mix funktioniert ausgezeichnet und hebt den Film zusätzlich.
Die Inszenierung ist top und hält sich die Waage zwischen leisen und traurigen Momenten und explosiven Actionausbrüchen, was schliesslich in einem furiosen Finale endet.
Die Kamera arbeitet gekonnt diese unterschiedlichen Stimmungen heraus, unterstrichen von einem tollen Soundtrack, der aus modernen Stücken (The Prodigy), sowie aus heroisch Kompositionen besteht.
Der Spannungsbogen und er Storyaufbau steigern sich kontinuierlich über die Spielzeit, es wir nie langweilig.
Wer auch nur ein bischen etwas mit dem Thema Superhelden und dies auch auf einer etwas realistischeren Ebene anfangen kann, muss sich Kick Ass anschauen. Hier stimmt im Grunde alles, von Schauspielern bis Inszenierung. Ganz grosser (aber knapp vorbeigeschrammter) 10/10 Genre-Kandidat