Phantom Racer
Trashfilme finden bei mir, mit immer größer werdender Begeisterung, ziemlich oft den Weg in meinen Player. Im Falle von "Phantom Racer" muss man jedoch etwas aufpassen, denn so blöd die Story klingt, bzw. das Cover aussieht, ist der Film dann doch nicht.
Wir haben es mit einem optisch recht ansprechenden Film zu tun, der weder schlechte Schauspieler, noch miese Effekte besitzt. Auch die Synchronisation ist bei weitem nicht so mies, wie man denken mag, denn "Phantom Racer" ist kein Bullshit-Trash, sondern ein durchaus ernst gedachter Film.
Man bekommt ein paar recht coole Einfälle, gepaart mit doch recht herben Effekten (Rasierklingen an den Scheibenwischern) präsentiert und stellt fest, dass die Charaktere sogar recht sympathisch sind. Doch...
... der Film ist bocklangweilig. Bedrohung oder Atmosphäre kann man maximal erahnen, genauso wie Spannung hier genauso ein Fremdwort ist, wie mir Mathematik ein komplettes Rätsel bleiben wird. Gerade im letzten Drittel entwickelt sich der Film zu einer echten Geduldsprobe für den Zuschauer, da er einfach nicht zu Potte kommt. Ich meine, es fährt ein unspektakulär in Szene gesetztes "Geisterauto" durch die Gegend... und das meistens am hellichten Tag. Wieso zur Hölle bleibe ich nicht einfach in der Bude? Oder passt es etwas auch durch eine Tür durch?
Am Ende kommt dann die große Enthüllung der Hintergründe die wir, oh Wunder, schon seit Minute 2 uns haben denken können. Auch der angedeutete love interest bzw. das wieder Zueinanderfinden des Paares, samt der Tochter, die wieder einen Vater bekommt, könnte öder nicht sein, denn so sympathisch ich den Hauptcharakter auch finde: egal ist er mir trotzdem.
Optisch ansprechendes B-Movie ohne Anspruch ... leider auch ohne Spannung, Atmosphäre oder großartige Überraschungen.
4/10