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Die junge Sarah macht auf dem Weg zu einem Musikfestival in dem abgeschieden gelegenen Bridgeburn-Hotel halt, das von dem spleenigen David geleitet wird... und in dem schon so manche attraktive Frau zwar ein-, aber nicht wieder ausgecheckt hat: Wie bereits viele Gäste vor ihr fällt nämlich auch Sarah einem unheimlichen Killer zum Opfer, der da im Ledermantel und mit einer Gasmaske vermummt nachts durch die Flure schleicht. Kurz darauf taucht Sarahs Schwester Jenny in dem Schuppen auf, die auf der Suche nach ihrer verschwundenen Schwester ist... und auf die David ebenfalls schnell ein Auge wirft. Doch handelt es sich bei dem unheimlichen Typen auch um den Killer...? Den Dialogen und ein paar mehr oder weniger geschickt im Bild platzierten USA-Flaggen nach soll "Insane - Hotel des Todes" zwar in Amerika spielen, doch der Schwindel fällt da in Hinsicht auf auf Auto-Marken, Straßen-Schilder und das kleine, offensichtlich schwedische Kaff, in dem da gedreht wurde, ziemlich flott auf. Das Ganze entpuppt sich zudem schnell als ein augenscheinlich von "Psycho" inspiriertes Filmchen, das ein wenig mit den grellen Dekors von Stanley Kubricks "Shining" versetzt wurde... und sich als DV-gestützter Quasi-Amateur-Streifen an den beiden genannten Vorbildern mal echt kräftig überhebt. Okay, die recht billige Video-Optik fällt heutzutage nicht mehr allzu negativ ins Gewicht, denn dank knackscharfem Ultra-Mega-HD und Flatscreen-TVs sieht mittlerweile ja eh jeder Film aus, als hätte man ihn mit 'nem Camcorder gedreht, aber wie da mittels einer abkopierten, dünnen Handlung und mit nur einer Handvoll Figuren versucht wird, echte Spannung zu intonieren und einen auf großes Genre-Kino zu machen, fällt wohl eher in den Bereich "Gewollt, aber nicht gekonnt". Was "Insane - Hotel des Todes" aber dann doch irgendwie rettet, ist zum einen der Stilwillen, der permanent in der Inszenierung des Regie-Duos Anders Jacobsson und Tomas Sandqvist durchscheint, sowie eine gewisse Ernsthaftigkeit, die da in den Performances der Darsteller zum Tragen kommt, die eigentlich durch die Bank ganz okay sind und nicht in niederen Laientheater-Regionen rumdümpeln. Für harte Slasher-Fans sind zumindest das ausgedehnte Stalk-and-Slash-Finale und zwei, drei kräftig mit Kunstblut aufgepäppelte Home-Made-Splatter-Momente 'nen Blick wert, weswegen man zu dem Schluss kommen kann, dass "Insane - Hotel des Todes" eigentlich noch okay ist, auch wenn man sich vom Macher von "Evil Ed" vermutlich mehr erwartet hätte...

6/10

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