kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 24.03.2012
Wenn man sich von der Erwartung löst, einen realistischen, kritischen Blick auf Pest und Hexentum sehen zu wollen, und NUR dann, bekommt man ein gut unterhaltendes B-Movie im Mittelaltersetting. Anderenfalls wird man sich daran stoßen, dass "Der letzte Tempelritter" beginnt, als wolle er eine differenzierte Abhandlung zu dem Thema einreichen, bevor die Hexen plötzlich meterweit aus dem Wasser hüpfen und CGI ihre unschuldigen Gesichter in Dämonenfratzen verwandelt.
Ergebnis ist dabei ein in Tradition der alten "Conan"-Filme stehendes Fantasyabenteuer, das mit "Van Helsing" und "Solomon Kane" wesentlich mehr zu tun hat als etwa mit "Black Death". Dennoch sind die besseren Momente auch in diesem albernen Entertainer eher die subtilen zur Filmmitte, wenn die Gefangene auf ihrem Transport als Hexe angedeutet wird, ohne es wirklich auszubuchstabieren. Als am Ende wie automatisiert der Computer das Regiment übernimmt, ist das spannende Kribbeln längst dahin, was den anspruchslosen, aber kurzweiligen Gesamteindruck aber nicht mehr schmälern kann.
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