Zack Galifianakis in einem Actionfilm? Der Mann der in Hangover für so viele Lacher gesorgt hat als eiskalter Killer?
Mit einiger Skepsis habe ich nun Fouad Mikatis Regiedebebüt gesehn und muss sagen das ich mit gemischten Gefühlen da stehe.
In einem topsecret underground Bürotrakt arbeiten Regierungsagenten aus zwei verschiedenen Lagern miteinander zusammen. Die Teams werden in Alpha und Omega unterteilt und können sich nicht gerade gut leiden. Als am ersten Arbeitstag des neuen Agenten " the Fool" ( Joe Anderson) der Chef getötet wird, aktiviert sich ein Bombe welche in 2 Stunden hochgehen wird.
Die einzige Möglichkeit dem Tod durch die Napalmbombe zu entkommen ist es den ausweg zu finden. Und da die beiden Teams sich nicht leiden können und unklar ist wer der Mörder ist, beginnt ein Kampf auf Leben und Tod.
Ein Keller voller Superkiller, welche sich nicht vertrauen und nichts lieber tun würden als den anderen an die Gurgel zu gehen, hört sich doch schonmal verdammt gut an. Schnell kommen Gedanken an Filme wie The Tournement oder Smokin Aces auf, doch wenn man dann auf den Cast des Streifens schaut kommt man doch schon etwas ins Grübeln.
So wird der Cast der zum Grossteil aus Comedians besteht jedoch stilvoll eingeführt. Jeder der Agenten, welche ihre Codenamen aus Tarokarten ziehen haben ihre Eigenheiten und spezielle Fähigkeiten. So werden natürlich allerlei klisches bedient, vom Patrioten über den Trinker bis hin zur Femme Fatal ist hier alles geboten.
Die Darstellerriege welche hier die Agenten mimmt verleiht dem ganzen dabei eine komödiantischen Touch. Vorallem Rob Corddry welcher den Charakter Chariot mimmt schafft es, durch seine Wutausbrüche für so manchen Schmunzler zu sorgen. Dazu gesellen sich noch mehr oder weniger bekannte Namen wie Maggie Q, welche in Die Hard 4 schon gegen John McClane angetreten ist, Ving Rhames, Adam Scott, Ellen Barkin, Jeffrey Tambor und eben Zack Galifianakis.Dabei werden die einzelnen Schauspieler doch leider sehr verschenkt. Ving Rhames der schon in The Tournement zeigen durfte was für ein tougher Killer er sein kann, darf zwar so manch coolen Spruch ablassen aber mehr leider nicht. Maggie Q die schon so einiges an Martial arts drauf hat , darf ihr können kaum abrufen uns Zack Galifianakis schlurft die meiste Zeit nur durch die Gegend und kann den ganzen Film über für kaum Lacher sorgen. Ellen Barkin als erfahrene Killerin kann meines Errachtens durchaus überzeugen und spielt doch recht solide.
So beginnt der FIlm recht ruhig und legt sein erstes Augenmerk auf Komödie bevor es dann nach ca. einer halben Stunde an die Action geht. Diese beschränkt sich auf Einzelkämpfe bei dennen so mancher Bürpartikel zur Waffe umfunktioniert wird. Ob Wasserspender, Schere, Stifte, Stuhlbeine , alles was nicht niet und nagelfest ist, wird hier genutzt um damit dem Gegner den gar auszumachen. Dabei fällt das ein oder andere mal auf das man es hier nicht gerade mit Actiondarstellern zu tun hat, demnach sollte man sich nicht auf martial arts kämpfe von besonderer Fertigkeit einstellen. Dabei geht es mal mehr und mal weniger blutig zu und die Kämpfe erreichen niemals die Qualität anderer Streifen, wie z.b. den schon zuvor erwähnten Tournament oder Smokin Aces. Dazu sei auch noch zu sagen das Freunde von gepflegten Shootouts einen Bogen um dieses Machwerk machen sollten, da trotz dem Covers wo alle schön mit Knarre posieren dürfen, kaum ein Schuss abgefeuert wird.
Zudem krankt der Film daran das er probleme hat sich einzuordnen ob er nun Komödie oder Actionfilm sein will. So versucht der Film nach lockeren Beginn recht schnell in düsteren Agententhriller umzuschwanken was nicht so recht gelingen will.
Fazit:
Ein Film der weder Fisch noch Fleisch ist, weder Komödie noch Actionfilm, mit einigen Logiklöchern versehn, versucht er zu viel auf einmal zu sein was jedoch gründlich in die Hose geht. Die Darsteller teilweise verschenkent schafft er es weder als Komödie noch als Actionfilm zu überzeugen. Einige Schmunzler sind zwar anzuerkennen mehr aber leider nicht.
sehr gnädige 5 Punkte