Review

Gerüche, Gerüchte, Gerichte


„Trouble In Paradise“ erzählt typisch Ernst Lubitsch von Gaunern, Erotik und Liebe, von einer Gesellschaft und einer Filmkunst, in der viel angedeutet und wenig gezeigt werden darf, von einem Liebesdreieck, wie es viel zu selten geworden ist. Denn hier wollen eine Taschendiebin und ein Hochstapler eine steinreiche Erbin eines Parfumimperiums ausnehmen - nur damit diese mit ihrem Charme und Sexappeal fast einen Keil zwischen die beiden gewieften Kleinkriminellen treibt…

Triangle of Love, Lust, Luxury

Ernst Lubitsch macht einfach Spaß. Und ich weiß gar nicht ob aus heutiger Sicht mehr oder damals, als man viele seiner Themen und Andeutungen noch hinter vorgehaltener Hand diskutieren musste. „Trouble In Paradise“ ist ein Paradebeispiel für seinen frivolen Stil. Seine Stars machen und haben sichtbar Spaß. Augenzwinkern und Schlauheit, Erotik und Verspieltheit soweit man schaut. Ausserdem sind glaubhafte Liebesdreiecke in Filmen eine Seltenheit, damals wie heute. „Trouble In Paradise“ macht sehr viel richtig, bleibt keinen Moment zu lange und wirkt trotz/gerade wegen seiner „Einfachheit“ als ob er eine Menge Wiederspielwert und Wohlfühlfaktor hat. Das hat Fingerfertigkeit wie ein Portemonnaieklau, das hat einen Plan wie ein Diamantenraub, das riecht gut wie eine private Parfümerie und das ist immer adrett gekleidet wie auf einem Ball. Dazu noch elegante Spielorte wie Venedig. Fertig ist ein Klassiker in seinem Sujet. Frech, frei, fröhlich. 

Fazit: Lubitsch Touch (of a lot Sex) - sinnlich, verspielt, humorvoll, liebreizend. „Trouble In Paradise“ ist Lubitsch in Vollendung! 

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