Review
von ulukai
Ein bißchen befremdlich ist es schon: Ein Kater mit einer Stimme wie ein Märchenerzähler von den guten alten Märchenplatten, der die Menschen "Dosenöffner" nennt, führt in die Handlung ein und gibt auch sonst gelegentlich Kommentare aus dem Off zum Geschehen ab, bis er dann auch mal ein Weilchen mitspielen darf.
Man findet sich irgendwo zwischen fremdschämen und belustigt/verärgert wieder, zum Glück haben die Macher nicht übertrieben.
Ansonsten bietet die Handlung auch nicht viel Neues. Während der Ruhestandsfeier von Frido Schulz (Robert Atzorn) verstirbt seine Frau Hanne (Karin Düwel) an einem Schlaganfall, was Frido in eine tiefe Sinnkrise und Depressionen stürzt. Mit der alten Freundin aus Studienzeiten Rosa Schatzlein (Eva Mattes), die inzwischen seine Nachbarin und beste Freundin der Frau war, legt er sich immer wieder an, bis hin zu Polizeieinsätzen und Gerichtsverhandlungen. Sein Sohn versucht, ihn zu beruhigen und ans Leben wieder heranzuführen, während eine Nachbarin intregiert und den Streit noch verschärft. Letztendlich kommt es zur Versöhnung auch mit Hilfe jenes oben erwähnten Katers...
Das ganze ist aufgrund des guten Spiels der beiden Hauptdarsteller auch ganz amüsant, die beiden spielen mehr oder weniger ihre typischen Charaktere, wie man sie aus anderen Filmen her kennt. Die anderen Darsteller sind relativ unwichtig, die Personen werden nicht tiefer beleuchtet. Auch das Ende ist natürlich Friede, Freude, Eierkuchen, ich glaube, da habe ich nicht zu viel verraten. Seichte ARD-Unterhaltung eben.
Von der Handlung her 4 Punkte, wegen der guten Hauptdarsteller, die ich beide schätze, insgesamt 6 Punkte.